Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Members huenken BMBF Projekte Riau Province

Riau Province

erstellt von huenken zuletzt verändert: 26.07.2011 06:54

Projekt:
Riau Province
Laufzeit:
01.08.2003 bis 28.02.2007
Koordinator:
Prof. Dr. W. Balzer

Universität Bremen, Fachbereich Biologie/Chemie (Meereschemie)
Leobener Straße
28359 Bremen
Projektpartner:
Universität Oldenburg, ICBM-Terramare

Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)

Universität Hamburg – Institut für Meereskunde

Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
Programm:
Programm Meeresforschung der Bundesregierung (1993)
Themenschwerpunkt:  Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit Indonesien
Ziele:
Ziel des Projektes ist die umfassende Beschreibung der Transport- und Transformationsprozesse der mit Flusswasser in die Küstenzone eingetragenen organischen (Nährstoffe, Pestizide etc) und anorganischen Partikel (Schwermetalle) und deren Verbleib in der Küstenzone. Neben saisonalen Bestandsaufnahmen dieser Stoffe im Siak-Fluß soll ermittelt werden, inwieweit sie durch Prozesse im Ästuargebiet abgebaut (org. Schadstoffe), im Sediment vergraben oder in die Küstenzone transportiert werden (Schwermetalle). Zusammen mit Indonesischen Kollegen sollen die Schadstoffklassen sowie deren natürliche Trägerphasen in Größe und Zusammensetzung analysiert und ihre Abflussmengen bilanziert werden, wobei zusätzliche Trainingskurse zur Kapazitätsbildung beitragen  Zur Bewertung des Verbleibs der eingetragenen Substanzen wird mittels Modelbildung die Zirkulation und andere physikalische Parameter wie Wasserstand, Temperatur und Salzgehalt erfasst. Die Kenntnis des physikalischen Hintergrundsignals ist eine wesentliche Voraussetzung für das Verständnis der chemischen und biologischen Prozesse im Ästuar- und Küstensystem und ermöglicht die bezüglich der Verschmutzung sensitiven Regionen zu identifizieren. Diese Daten werden mittels Satellitendaten überprüft. Die im Projekt zu erarbeitenden Daten bilden die Grundlage, um verbesserte Managementstrategien für die Küstenzone zu entwickeln. Die Ergebnisse werden in Hinblick auf evtl. Maßnahmen den Endnutzern vor Ort (Regionalregierung, lokale Industrie) zur Verfügung gestellt.

Die bilaterale wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit (WTZ) mit Indonesien wird durch ein Rahmenabkommen über die Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung (BGBl. 1979 II 1286), das 1979 unterzeichnet wurde geregelt.

Für den Bereich der Meeresforschung und Geowissenschaften wurde im Jahr 2000 ein spezieller Lenkungsausschuss "Earth and Ocean Research" etabliert, der bisher jährlich tagte um die Rahmenbedingungen für die Durchführung gemeinsamer Projekte zu definieren. Die wichtigsten Partner auf indonesischer Seite sind das Ministry of Research and Technology (RISTEK), das Ministry of Marine Affairs and Fisheries (DKP) und die indonesische Agency for the Assessment and Application of Technology (BPPT). Gemeinsam entwickelten deutsche und indonesische Wissenschaftler einen "Aktionsplan" unter Leitung des Zentrums für Marine Tropenökologie.

Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit mit Indonesien werden insbesondere Projekte zum Küstenzonenmanagement, zur Aquakultur und zu marinen Naturstoffen gefördert. In Übereinstimmung mit den indonesischen Interessen konzentrieren sich zahlreiche Projekte auf den Aspekt der Erfassung und nachhaltigen Nutzung mariner Ressourcen. Die laufenden Aktivitäten wurden unter dem Verbund "Science for the Protection of Indonesian Coastal Marine Ecosystems" (SPICE) zusammengefasst.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der bilateralen Kooperation ist die Aus- und Weiterbildung indonesischer Studenten und Wissenschaftler. Hierzu wurde ein BMBF-finanziertes Stipendienprogramm des DAAD in der Meeresforschung entwickelt. Mit dem Sonderprogramm Meeresforschung mit Indonesien sollen die indonesischen Hochschulen und staatlichen Forschungseinrichtungen beim Aufbau des wissenschaftlichen Nachwuchses für Forschung und Lehre sowie beim Aufbau bilateraler Forschungskooperationen unterstützt werden.

Weitere Informationen finden sich auf den Seiten der "Kooperation international" bzw. beim Internationalen Büro.