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QuaSi

erstellt von huenken zuletzt verändert: 30.07.2012 10:09

 

Projekt:
WTZ Zentralasien
QuaSi: Rekonstruktion des überregionalen Signaltransfers aus sedimentologischen Langzeitarchiven

Laufzeit:
01.07.2011 bis 30.06.2014
Koordinator:
Prof. Dr. Frank Lehmkuhl

RWTH Aachen, Geographisches Institut
Wüllnerstr. 5b
52062 Aachen
Projektpartner:
Freie Universität Berlin, Institut für Geographische Wissenschaften

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), Außenstelle Potsdam

Programm:
Forschung für nachhaltige Entwicklungen (2009)

Themenschwerpunkt: Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit China

Ziele:
Im Fokus des Verbundprojektes "QuaSi" stehen Untersuchungen der Sedimente des Gaxun Nur Beckens, nördlicher Bereich des Tibet Plateaus / südliche Flanke der Wüste Gobi. Das Becken ist durch dicke Sedimentschichten gekennzeichnet und bildet eine wichtige Quelle für Staubablagerungen (Löss). Es wird gemeinschaftlich mit den chinesischen Partnern eine Tiefenbohrung abgetäuft, um die spätquartäre Klimaentwicklung und Monsundynamik zu untersuchen und Aussagen über zukünftige Klimaentwicklungen zu treffen. Es wird somit auch ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Beckenbildung geleistet und Informationen zum Beginn des Staubeintrags geliefert. Eine zentrale Frage ist außerdem, welchen Einfluss die Monsundynamik auf den Staubeintrag der letzten 250.000 Jahre hatte. Weiterhin sollen die Untersuchungen Aufschluss darüber geben, wie sich die Trockenzonen in Zukunft entwickeln und welche Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung erwartet werden. Mittels geophysikalischer Methoden werden die Beckenbildungsprozesse untersucht. Des Weiteren wird die tektonische Aktivität untersucht und Störungszonen lokalisiert. Insgesamt sollen damit die Akkumulations- / Erosionsraten des Beckens ermittelt werden. Die gewonnen Sedimente werden analysiert und datiert, um eine stratigraphische Einordnung vorzunehmen. Desweiteren werden die Sedimente des Bohrkerns auf Pollen sowie Sporen untersucht und eine Rekonstruktion der Vegetationsentwicklung vorgenommen. Die Daten aller beteiligten Arbeitsgruppen sollen in ein sogenanntes "Forward Modelling" einfließen. Damit kann überprüft werden, ob die Ergebnisse und Prognosen auch auf andere Regionen in Zentralasien angewendet werden können.

Projektwebseite:
Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten "WTZ Zentralasien – Monsundynamik & Geoökosysteme"