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CO2BioPerm

erstellt von huenken zuletzt verändert: 28.01.2015 15:04

Projekt:
CO2BioPerm
Einfluss biogeochemischer Kohlendioxid-Transformprozesse auf das langzeitliche Permeabilitätsverhalten von Speicher- und Deckgesteinen sowie Bohrlochzementen
Laufzeit:
01.09.2011 bis 31.12.2014
Koordinator:
Dr. Nils Hoth

Technische Universität Bergakademie Freiberg, Institut für Bohrtechnik und Fluidbergbau & Institut für Bergbau und Spezialtiefbau
Akademiestr. 6
09596 Freiberg
Projektpartner:
Dresdner Grundwasserforschungszentrum e. V. (DGFZ)

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ), Department Isotopenbiogeochemie

G.E.O.S. Freiberg Ingenieurgesellschaft mbH

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) Hannover

Programm:
Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN

Themenschwerpunkt: Die Nutzung des unterirdischen Raumes zur Kohlendioxidspeicherung

Ziele:
Im Rahmen der Projekte RECOBIO und RECOBIO-2 konnte die Bedeutung biogeochemischer Transformationsprozessen für die geologische Kohlendioxidspeicherung nachgewiesen werden. Durch mikrobielle Umwandlung von Kohlendioxid werden organische Verbindungen aufgebaut, die als Kristallisationskeime zur verstärkten Bildung von Karbonatfestphasen beitragen. Diese Vorgänge führen zu einer Druckminderung in Speicherformationen und stellen gleichzeitig einen zusätzlichen Speichermechanismus dar.

Welche Effekte diese Wechselwirkungen auf das langfristige Permeabilitätsverhalten von geologischen Kohlendioxidspeichern haben werden, ist bisher noch ungeklärt und deshalb Gegenstand des aktuellen Projektes. Die im Zuge der Vorgängerprojekte gewonnenen Erkenntnisse sollen auf Kohlendioxid-Durchströmungsexperimente an potentiellen Speichergesteinen übertragen werden. Ziel ist es, die biogeochemisch induzierten Porenraumveränderungen im Gestein zu erfassen und deren Auswirkungen auf die Permeabilität und damit auf die Speicherkapazität abzuschätzen. Weiterhin stehen Untersuchungen zur Auswirkung biogeochemischer Stoffumwandlungen auf Mikrostörungen in Deckgesteinen und Bohrlochzementen im Zentrum der geplanten Durchströmungsversuche.

Die Arbeitsplanung des Projekts sieht Hochdruckexperimente mit repräsentativen Mikroorganismen vor, um die relevanten Stoffwechselwege bei erhöhten Kohlendioxidkonzentrationen zu charakterisieren. Mit Hilfe der geplanten Durchströmungsexperimente soll das Druck- und Permeabilitätsverhalten von Speicher- und Deckgesteinen bestimmt werden. Dabei spielt insbesondere die Bedeutung der biogeochemischen Prozesse im Vergleich zu rein geochemischen Vorgängen eine Rolle. Weiterhin sind umfangreiche Modellierungen der biogeochemischen Wechselwirkungen geplant, um mögliche Risiken der mikrobiell induzierten Prozesse abzuschätzen.