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BONUS INNOVATION – PINBAL

erstellt von huenken zuletzt verändert: 04.02.2015 08:11

Projekt:

BONUS INNOVATION
PINBAL: Entwicklung eines spektrophotometrischen pH-Messgeräts für das Monitoring in der Ostsee

Laufzeit:

01.04.2014 bis 31.03.2017

Koordination:

Prof. Dr. Gregor Rehder

Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Seestr. 15
18119 Rostock

Projektpartner:

University of Gothenburg (Schweden)

Insitute of Oceanology of the Polish Academy of Sciences (Polen)

CONTROS Systems & Solutions GmbH Kiel (Deutschland)

Programm:

BMBF Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklungen (2009)

Themenschwerpunkt:

Meeresforschungs- und Meeresüberwachungstechnik

Ziele:

Das Verbundprojekt PINBAL befasst sich mit der Entwicklung eines spektrophotometrischen ph-Messgeräts für das Monitoring in der Ostsee. Es wird im Rahmen einer gemeinsamen Förderaktivität (BONUS) der EU-Ostseeanrainerstaaten gefördert. Die Mitgliedsstaaten dieser Aktivität haben eine gemeinsame Forschungsagenda (BONUS Strategic Research Agenda 2011-2017) entwickelt. Ziel ist eine bessere Vernetzung der marinen Forschung im Ostseeraum. Das vorliegende Vorhaben wurde auf der Grundlage einer gemeinsamen Ausschreibung eingereicht, von einem internationalen Gutachtergremium aufgrund seiner innovativen Ansätze ausgewählt und zur Förderung empfohlen.

Das Verbundprojekt PINBAL, an dem drei Institute und ein KMU aus drei Ländern beteiligt sind, beinhaltet die Entwicklung und den Bau eines pH-Messsystems für Salz- und Brackwasser.

Der pH-Wert von Seewasser ist eine der Schlüsselvariablen des marinen Säure-Base-Systems. Mit der hochgenauen Messung des pH in Kombination mit anderen Parametern ist es möglich, das marine Kohlenstoffsystem und darüber hinaus biogeochemische Prozesse zu beschreiben. Aufgrund der Fähigkeit der Meere einen Großteil des anthropogenen Kohlendioxids aufzunehmen geht ein messbares Absinken des pH einher. Unter dem Begriff  "Ozeanversauerung" mit all den hiermit einhergehenden möglichen Folgen für das marine Ökosystem sind diese Prozesse in den Vordergrund des wissenschaftlichen und des allgemeinen Interesses gerückt.

Trotz der weithin bekannten Bedeutung des pH-Wertes ist eine Standardmethode für eine über lange Zeit stabile und vergleichbare Messung des pH-Wertes, insbesondere für Brackwassersysteme, bisher nicht realisiert. Mit der Entwicklung und der funktionalen Erprobung eines hochgenauen und langzeitstabilen  pH-Messsystems soll diese Lücke geschlossen werden. Technologische Grundlage ist die Anwendung modernster spektrophotometrischer Methoden zur pH-Wertbestimmung, die in nahezu allen Wasserkörpern der Ostsee einsetzbar sind. Der Beitrag des vorliegenden Vorhabens liegt neben verbundübergreifenden Aufgaben vor allem in der Charakterisierung und Bestimmung des pH-sensitiven Farbstoffes und die wiss.-technische Begleitung der Feldversuche der Sensordemonstratoren vor.

Darüber hinaus obliegt dem IOW die Koordination des internationalen Verbundprojektes, an dem neben Deutschland auch polnische und schwedische Forschungseinrichtungen beteiligt sind.