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BONUS INNOVATION – PROMISE

erstellt von huenken zuletzt verändert: 04.02.2015 08:40

Projekt:

BONUS INNOVATION
PROMISE: Phosphorrecycling aus verschiedenen Rohstoffquellen

Laufzeit:

01.04.2014 bis 31.03.2017

Koordination:

Dr. Judith Schick

Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI)
Erwin-Baur-Str. 27

06484 Quedlinburg

Projektpartner:

MTT Agrifood Research (Finnland)

Swedish National Veterinary Institute (Schweden)

Outotec GmbH Oberursel (Deutschland)

Programm:

BMBF Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklungen (2009)

Themenschwerpunkt:

Küstenzonenmanagement

Ziele:

Das Verbundprojekt PROMISE, an dem drei Institute und ein KMU aus drei Ländern beteiligt sind, sieht die Entwicklung flächenspezifischer, nachhaltiger Strategien zur Düngung, speziell für den Ostseeraum, vor. Die Untersuchungen leisten einen Beitrag zur Beurteilung der Phosphor (P)-Kreisläufe in dieser Region, wobei diese im Wesentlichen durch die landwirtschaftliche Nutzung und durch den damit begründeten P-Eintrag durch Düngung beeinflusst sind. Basierend auf der vergleichenden Beurteilung bereits bestehender Konzepte zur P-Rückgewinnung aus verschiedenen Stoffströmen, sollen die bestehenden innovativen Technologien im Bereich des P-Recyclings deutlich verbessert werden. Anhand der geplanten qualitativen und quantitativen Ermittlung der Konzentrationen von potenziell gefährlichen Kontaminanten in organischen und recycelten P-Düngern sollen die Grundvoraussetzungen für die Herstellung recycelter Rohstoffdünger unter Einsatz moderner Verbrennungstechnologien formuliert werden, die schadstoffarm und zudem eine ausreichende Nährstoffverfügbarkeit aufweisen sollen. Die im Rahmen des Projektes erzielten Ergebnisse sollen sowohl direkt in die Formulierung flächenspezifischer Düngungsstrategien umgesetzt, als auch für politische Entscheidungsprozesse bezüglich Fragen des P-Recyclings genutzt werden.

Das Vorhaben sieht eine deutschlandweite Sammlung von zum P-Recycling geeigneten, P-reichen Ausgangsstoffen und Recyclingprodukten vor. Diese und die  von den Projektpartnern gesammelten Proben werden vom Ast. auf ihre Nährstoff- und Schwermetallgehalte sowie auf ausgewählte Antibiotika untersucht. Es soll ausgewiesen werden, welche der Kontaminanten als umweltrelevant angesehen und im Rahmen des P-Recyclings besonders berücksichtigt werden müssen. Basierend auf den P-Strömen im Ostseeraum werden verschiedene zukünftige Szenarien für die Entwicklung des P-Recyclings, der landwirtschaftlichen P-Nutzung und des P-Verbrauches skizziert.