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CHEMKIN

erstellt von huenken zuletzt verändert: 05.08.2011 09:28

Projekt:
CHEMKIN
Echtzeit Beobachtung des chemischen und kinetischen Verhaltens von Kohlendioxid während der geologischen Sequestrierung
Laufzeit:
01.05.2005 bis 30.04.2008
Koordinator:
Prof. Dr. J. Erzinger

GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), Anorganische und Isotopen-Geochemie
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Projektpartner:
Umwelt- und Ingenieurtechnik (UIT) GmbH Dresden

Universität Potsdam, Institut für Chemie (Physikalische Chemie)

Technische Universität Clausthal, Energieforschung und Physikalische Technologien

OPTIMARE GmbH Wilhelmshaven
Programm:
Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN
Themenschwerpunkt: Erkundung, Nutzung und Schutz des unterirdischen Raumes
Ziele:
Im Rahmen des Verbundvorhabens CHEMKIN ist geplant, verschiedene Sensoren für die kontinuierliche geochemische Überwachung während der Kohlendioxid-Sequestrierung zu entwickeln, da noch weitgehend unbekannt ist, welche Veränderungen das sequestrierte Kohlendioxid im Untergrundspeicher auslöst und welche Wechselwirkungen mit dem Speichergestein bzw. den darin befindlichen fluiden Phasen auftreten. Folgende Sensorenentwicklungen sind geplant:

Sensorentwicklung Messparameter
Kombination eines Membran-Gassammel-Elements mit einem Massenspektrometer
(GeoForschungsZentrum Potsdam)
Zusammensetzung der im Formationswasser gelösten Gasphase, Fluid- und Gasflüsse im Bohrloch, Temperatur, elektrischen Leitfähigkeit, pH-Wert und Redoxpotential des Formationswassers
Multisensor-Tiefensonde
(UIT Dresden GmbH)
Druck, Temperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit und Kohlendioxid-Konzentration der Fluide im Bohrloch
Mobiles Diodenlaser-Spektrometer
(Universität Potsdam)
Isotopenchemischen Zusammensetzung (δ13C und δ18O) von Kohlendioxid zur Verfolgung der Migration während der Sequestrierung
Faseroptischer Evaneszenzfeldsensor
(TU Clausthal)
Echtzeitanalyse des Kohlendioxid-Gehaltes und der Kohlendioxid-Ausbreitung während der Sequestrierung
Faseroptische chemische Sensoren
(OPTIMARE GmbH Wilhelmshaven)
Nutzung pH-sensitiver Farbstoffe zur in situ Bestimmung des im Formationswasser gelösten Kohlendioxids

Die Sensoren sollen in Bohrlöchern an einem Sequestrierungsstandort eingesetzt werden und teilweise vergleichbare Parameter mit unterschiedlichen Techniken erfassen, um die Vor- und Nachteile sowie die möglichen Synergien der jeweiligen Technik zu überprüfen. Als Standort für die Erprobung der Sensoren wurde der ehemalige Erdgasspeicher Ketzin in Brandenburg ausgewählt, wo im Rahmen des EU-Projektes CO2SINK die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid in einem salinaren Aquifer erfolgen soll.