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HADU

erstellt von huenken zuletzt verändert: 05.08.2011 14:16

Projekt:
HADU
Hamburgs dynamischer geologischer Untergrund - Evaluation des Untergrunds der Metropolregion Hamburg basierend auf der Analyse und der Modellierung gegenwärtiger geologischer Strukturen und deren Dynamik
Laufzeit:
01.04.2005 bis 31.03.2008
Koordinator:
Prof. Dr. C.-D. Reuther

Universität Hamburg, Geologisch-Paläontologisches Institut und Museum
Bundesstraße 55
20146 Hamburg
Projektpartner:
Universität Potsdam, Institut für Erd- und Umweltwissenschaften

Programm:
Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN
Themenschwerpunkt: Erkundung, Nutzung und Schutz des unterirdischen Raumes
Ziele:
Für Großstädte mit ihrer hohen Dichte an Verkehrswegen, Industrie- und großen Wohnanlagen ist es von hoher Wichtigkeit, die Langzeit-Sicherheit, Funktionalität und die Beständigkeit dieser Standorte zu gewährleisten. Detaillierte Kenntnisse sowie die Erfassung des geologischen Untergrunds mit zerstörungsfreien und kostengünstigen Methoden sind Voraussetzungen, um die Ausgaben für die Planung und Durchführung von Baumaßnahmen zu optimieren bzw. Folgekosten zu minimieren.

Herkömmliche aktive geophysikalische Standardmethoden (z. B. Seismik) können aufgrund verschiedener Reglementierungen in urbanen Gebieten nicht angewendet werden. Untersuchungen mit Hilfe von passiven geophysikalischen Messungen bzw. die Entwicklung niedrig-energetischer aktiver Meßmethoden mit entsprechenden neuen Interpretationsansätzen bilden eine innovative Möglichkeit, schnell und kostengünstig größere Areale in besiedelten Räumen in Hinblick auf die oben beschriebenen Anforderungen zu untersuchen. Mit elektromagnetischen Impulsverfahren (Ground Penetrating Radar) und dem so genannten "Ambient Vibration" Verfahren (Anregung durch Hintergrunderschütterung), soll der flachere bis tiefere geologische Untergrund der Metropolregion Hamburg hinsichtlich seiner geologischen Strukturierung erfasst und interpretiert werden. Speziell eine Untersuchung der Salzdiapire und der damit verbundenen Strukturen (z. B. Kollaps-Strukturen) soll erfolgen.

Die Ergebnisse sollen georeferenziert in Datenbanken verfügbar gemacht und mit vorhandenen Geo-Daten visualisiert werden. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg. Die entwickelten Techniken sollen auch auf andere Metropolen übertragbar sein.