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SINOFLUX III

erstellt von huenken zuletzt verändert: 18.06.2015 09:31

Projekt:

WTZ China
SINOFLUX III: Auswirkungen des ENSO-Monsun-Systems auf die biogeochemischen Stoffflüsse in der nördlichen Süd-China-See

Laufzeit:

01.07.2015 bis 30.06.2017

Koordination:

Dr. Martin Wiesner

Universität Hamburg, Institut für Geologie

Bundesstraße 55
20146 Hamburg

Projektpartner:

Second Institute of Oceanography der State Oceanic Administration (SOA) in Hangzhou
[Keine Webseite vorhanden]

Programm:

BMBF Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA3)

Themenschwerpunkt:

Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit China

Ziele:

Die südchinesischen Küstengewässer sind eine der biologisch produktivsten Meeresregionen Südostasiens. Ursache dafür ist der Eintrag von äolischen Partikeln durch die SW-Monsun Winde und der damit verbundenen Durchmischung der oberen Wassersäule sowie die Zufuhr von Nährstoffen aus nahegelegenen Flüssen. Während eines El Niño Ereignisses sind die oben genannten Prozesse erheblich abgeschwächt und somit die Primärproduktion reduziert. Dies hat zur Folge, dass die für die Region wirtschaftlich wichtigen Fischschwärme ausbleiben. Im Zuge der globalen Erwärmung wird prognostiziert, dass die El Niño Ereignisse der Südpazifischen Oszillation (ENSO) in Ihrer Häufigkeit und Amplitude zunehmen. Im Rahmen der dritten Phase von SINOFLUX werden die Sedimentuntersuchungen fortgeführt. Es sind insgesamt über die Projektlaufzeit drei weitere Schiffsexpeditionen mit chinesischen Forschungsschiffen geplant. Die Ergebnisse der langjährigen Untersuchungen werden Hinweise auf langfristige Veränderungen der ENSO Ereignisse und Auftriebsdynamik der südchinesischen Küstengewässer während der letzten ca. 12.000 Jahren (Holozän) liefern. Vergleiche mit laufenden biogeochemischen Untersuchungen in den Auftriebsgebieten vor Vietnam, vor der nordphilippinischen Küste und vor dem Sundaschelf werden ein zeitlich und räumlich umfassendes Bild zum Sedimentationsgeschehen und seinen Steuerungsfaktoren für Gesamt-Südostasien liefern. Die Zusammenführung von rezenten und fossilen Szenarien wird zu einem besseren Verständnis der Konsequenzen der globalen Erwärmung beitragen und helfen, regionale Modelle zur Reaktion ozeanischer Ökosysteme auf erhöhte Temperaturen zu verbessern.