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Schnupperstudium in Naturwissenschaft und Technik

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:28 — abgelaufen

Die Frauenbeauftragte und das Oberschulamt veranstalten zum erstenmal ein viertaegiges Schnupperstudium fuer Schuelerinnen an der Albert-Ludwigs-Universitaet Freiburg. Auch wenn der Frauenanteil bei den Studierenden an der Universitaet Freiburg im vergangenen Wintersemester 2003/04 bei 51,7% lag, sind junge Frauen in den naturwissenschaftlichen/technischen Studienfaechern weiterhin unterrepraesentiert. Dieser Situation begegnet die Albert-Ludwigs-Universitaet mit dem Angebot eines Schnupperstudiums fuer Schuelerinnen im natur-wissenschaftlichen und technischen Bereich, das die in den vergangenen Jahren durchgefuehrten Schuelerinnentage abloest. Das Frauenbuero und die beteiligten Institute fuer Mikrosystemtechnik, Mathematik, Informatik, Physik und den Geowissenschaftlichen Faechern (Geologie, Kristallographie und Hydrologie) fuehren in diesen Studienfaechern zum erstenmal in der letzten Woche der Sommerferien vom 7.9. - 10.9.2004 ein viertaegiges Schnupperstudium fuer Schuelerinnen der Klassen 10 - 13 durch. Durch das Engagement der einzelnen Dozenten und Dozentinnen der Institute erhalten die Schuelerinnen einen ersten theoretischen und praktischen Einblick in diese Studienfachmoeglichkeiten an der Freiburger Uni. In speziellen Veranstaltungen koennen sie den Universitaetsalltag und Fachangehoerige der Hochschule kennen lernen und damit eine bessere Kenntnis der Faecher erwerben. An diesen vier Tagen haben sie die Chance zwei Faechern nach Wahl intensiv zu erleben. Die viertaegige Teilnahme wird mit einem Zertifikat bescheinigt. Junge Frauen befinden sich mittlerweile bildungsmaessig gegenueber ihren maennlichen Mitschuelern und Hochschulkommilitonen auf der Ueberholspur. Obwohl ihr Anteil an einem Altersjahrgang nur bei 49 Prozent liegt, betraegt ihr Anteil an den Schulababgaenger/innen mit Hochschulreife derzeit 53 Prozent (Institut der deutschen Wirtschaft Koeln im Mai 2004). Dieser Trend setzt sich bei den Studienanfaenger/ innen und spaeter bei den Hochschulabschluessen fort. Mit steigender Tendenz betraegt ihr Anteil dort 48 Prozent. Nach Faechern differenziert herrscht an Deutschlands Hochschulen allerdings haeufig noch die Geschlechter-trennung. Sind in den erziehungs- und geisteswissenschaftlichen Faechern die Frauen in der Mehrheit, so gehoeren sie in den naturwissenschaftlichen-technischen Faechern zu einer eher seltenen Spezies. Entscheiden sich junge Frauen fuer ein naturwissenschaftliches/technisches Fach, streben sie haeufig den Lehrerinnenberuf und nicht z.B. eine Taetigkeit in Forschung und Industrie an. Nur in wenigen Faechern (Wirtschaft, Jura, Medizin, Geografie) sind Frauen - zumindest als Studentinnen - und Maenner gleichermassen zu finden. Dieses gegenueber den jungen Maennern eingeschraenkte Studien- und Berufswahlspektrum der Schuelerinnen fuehrt dazu, dass sich bundes-weit ca. 83% der Maedchen fuer ein Spektrum von 30 aller moeglichen 438 Ausbildungsberufe entscheiden. Aehnlich verhaelt es sich bei der Studienfachwahl. Obwohl die Berufsaussichten, aufgrund des steigenden Fachkraeftemangels, in Wissenschaft und Wirtschaft fuer Absolvierende der mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Faecher hervorragend sind, laesst sich der weibliche Nach-wuchs diese chancenreichen beruflichen Moeglichkeiten zum grossen Teil entgehen. Gruende hierfuer sind nicht mangelnde Faehigkeiten und Interessen, sondern haeufig eine - trotz besserer Noten - kritischere Selbsteinschaetzung der eigenen Leistungen als bei Jungen, und eine leider haeufig immer noch geschlechtsspezifische Sozialisation. Eine unzureichende Berufs- und Studienorientierung verfestigt, besonders bei Schuelerinnen, vermittelte Interessenunterschiede und Vorurteile gegenueber bestimmten Berufssparten und damit eine daraus entstehende Chancenungleichheit innerhalb der Schulen und bei der Studien- und Berufswahl. Auch in Freiburg gilt, dass junge Frauen in den naturwissenschaftlichen/technischen Studienfaechern unterrepraesentiert sind. Im Studienfach Mikrosystemtechnik betrug der Anteil der Kommilitoninnen im WS 2003/04 gerade erst einmal 11%. Ein aehnliches Bild ergibt sich in den weiteren an dem Schnupperstudium beteiligten mathematisch-naturwissenschaftlichen/technischen Faechern Informatik 15,1 %, Mathematik 36,8 %, Physik 16,3 %, Mineralogie 27 %, Kristallographie 0%, Geologie 35,8 % und Hydrologie 31,2 %.

Was
  • Schüler
Wann 07.09.2004 00:00 bis
10.09.2004 20:00
Wo Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; 79098 Freiburg im Breisgau
Name
Kontakttelefon 0761/203-4399
Termin übernehmen vCal
iCal

Der Andrang zum Schnupperstudium ist gross: Fuer die Studienfaecher Physik und Geowissenschaften sind die Schuelerinnen-Plaetze bereits ausgebucht; fuer die Faecher Mikrosystemtechnik, Mathematik und Informatik sind noch Plaetze frei. <br /> <br /> <br /> <br />

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