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POSEIDON-Logbuch 17.-19. Mai - Morgenkaffee vor Gran Canaria

erstellt von aahke zuletzt verändert: 26.05.2008 10:44

Noch bis zum 19. Mai berichten die Bremer Forscher Jan-Berend Stuut und Inka Meyer von Bord der POSEIDON, unterwegs in den Küstengewässern Marokkos und Mauretaniens. Der zweite Fahrtabschnitt wird am 22. Mai von Stijn de Schepper und Mirja Hoins fortgesetzt.

Forscher-Logbuch 17.-19. Mai 2008

P366-1 RV POSEIDON


Autoren:

Jan-Berend Stuut und Inka Meyer


Jan-Berend Stuut

Inka MeyerDr. Jan-Berend Stuut, Sedimentologe und Geologe am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM der Universität Bremen

TRUST IN DUST - ist das Credo des passionierten Sedimentologen. Sein Forschungsinteresse gilt windgetriebenen Staubpartikeln. Diese bilden, einmal im Meeresboden eingelagert, ein Archiv für die Klimabedingungen der Quellregion

und zum Ablagerungszeitpunkt der Partikel. Der gebürtige Niederländer studierte und promovierte in Mariner Geologie und Sedimentologie an der Universität Utrecht, bevor er vor sechs Jahren nach Bremen wechselte.

Diplom-Geographin Inka Meyer am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM an der Universität Bremen

Inka Meyer ist gebürtige Bremerein und frischgebackene Diplom-Geographin. Ihre Diplomarbeit über paläoklimatische Rekonstruktionen in Südpatagonien hat sie an der Universität Bremen angefertigt. Seit Anfang des Jahres ist sie als Doktorandin in der European graduate school-proxies in earth history - EUROPROX tätig.




Wochenende 17.-19. Mai 2008


Nach einer Nacht gefüllt mit dem, was an Bord mittlerweile „die Wasserspiele“ genannt werden, war es am Samstagmorgen Zeit für die letzten Sedimentproben. Jeweils ein Schwerelot und ein Multicorer wurden in 1800 m Tiefe genommen. Nach den kleinen Problemen vom Vortag gelang es uns endlich wieder schöne Kerne an Deck zu bringen, ein gelungener Abschluss der Sedimentarbeiten! Damit war die Stationsarbeit für diese Expedition beendet und die Rückfahrt konnte beginnen.

Als nächstes stand nun auf dem Plan, das Chaos, das wir während der letzten Wochen in den Laboren veranstaltet hatten, wieder aufzuräumen. Am Nachmittag wurde das Achterdeck geputzt und geschmückt, denn für den Abend war eine Grillparty geplant, um das Ende der gelungenen Tour zu feiern. Zusammen mit der Besatzung wurde gegessen und der warme Abend genossen. Natürlich gab es auch wieder einen schönen Sonnenuntergang und Delphine zu bestaunen.

Der Sonntag fing ausnahmsweise nicht mit Frühstück um 7.30 an, stattdessen wurde ausgeschlafen!! Über Nacht waren wir schon so weit gefahren, dass wir unseren „Morgenkaffee“ an Deck mit Blick auf Gran Canaria genießen konnten. Ein tolles Gefühl nach mehr als zwei Wochen nur Wasser auch mal wieder Land zu sehen!

Im Laufe des Tages wurden weiter fleißig die Labore aufgeräumt, Kisten gepackt, Stationslisten und Fahrtbericht geschrieben und alles für den nächsten Fahrtabschnitt, der schon in ein paar Tage beginnt, vorbereitet. Langsam hat sich das Chaos jetzt gelichtet und wir werden hoffentlich noch einen letzten schönen Abend auf See verbringen.

Heute Nacht werden wir die verbleibenden 40 Seemeilen fahren, so dass wir morgen früh um 8.30 in Las Palmas einlaufen. Damit ist unsere Reise abgeschlossen und es ist an der Zeit uns bei der Fahrtleitung, unseren Kollegen und vor allem bei der Schiffscrew herzlich zu bedanken!!

Wir blicken zurück auf eine tolle Fahrt mit vielen Eindrücken, Erlebnissen und auch jeder Menge Spaß. Wir werden diese erste Europrox‐Fahrt nie vergessen und hoffen auf noch viele weitere solcher Fahrten mit der Poseidon.

Ein weiterer Dank geht an alle die diese Webseite gelesen haben und natürlich an Astrid und alle die dies ermöglicht haben!

Tschüss und Liebe Grüße,

Inka & Jan‐Berend



Weitere Informationen:


Wo ist POSEIDON jetzt?

Zur aktuellen Position des Forschungsschiffes hier.


Mehr über den offiziellen Träger der Fahrt EUROPROX:der European graduate school - proxies in
earth history
unter www.europrox.de.

poseidon 17./18.Mai: Gruppenbild































Die Wissenschafts-Crew der Poseidon. Für drei Wochen in "einem Boot". Linke Seite (vom Bug bis zum Heck):  Expeditions-Koordinatorin Karin, Julien, Tim und Kara. Rechte Seite: Janis, unsere Autorin Inka, Markus, Autor Jan-Berend und Fahrtleiterin Sabine.