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erstellt von admin zuletzt verändert: 12.04.2012 15:14

Gläserne Partikel in der Atmosphäre
Sekundäre organische Aerosole (SOA) entstehen bei der Oxidation flüchtiger organischer Verbindungen in der Atmosphäre. Sie sind für einen Großteil des Feinstaubs in der Luft verantwortlich und haben einen starken Einfluss auf die regionale und globale Luftqualität. Bis vor kurzem wurde angenommen, dass SOA-Partikel ölige, flüssige Tropfen sind. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass SOA-Partikel auch einen glasartigen Festkörperzustand annehmen können.
Wie entstanden Goldlagerstätten in Südafrika?
Der Witwatersrand in Südafrika beherbergt das größte bekannte Goldvorkommen auf der Erde. Doch wie ist es entstanden? Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und von kanadischen Einrichtungen haben nun mit detektivischer Kleinarbeit herausgefunden, wie sich ein Teil der weltweit größten Goldlagerstätten vor etwa drei Milliarden Jahren gebildet hat. Öl und heiße Quellen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Studie stellt Oberflächenerwärmung in Frage
Viele Klimawissenschaftler machen den Ozean für die Verlangsamung in der Oberflächenerwärmung von 1998-2012 ("Hiatus") verantwortlich, indem die Wärme von der Erdoberfläche in die Tiefe des Ozeans verbracht wird. In einer neuen Studie bezweifeln Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Meteorologie diese Sichtweise: die Wärme könnte genauso gut von der Oberfläche in den Weltraum abgestrahlt werden. Und die Unsicherheit in den Beobachtungen zeigt, dass wir vermutlich nie wissen werden, was genau die Verlangsamung der Oberflächenerwärmung verursacht hat.
Wanderung großer Eisberge entschlüsselt
Wenn in absehbarer Zukunft am Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis ein Tafeleisberg von der fast siebenfachen Größe Berlins abbricht, beginnt für ihn eine Wanderung, deren Route Klimawissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung schon jetzt ziemlich genau vorzeichnen können. Den Forschern ist es nämlich gelungen, die Drift antarktischer Eisberge durch das Südpolarmeer treffend zu modellieren und dabei die physikalischen Antriebe ihrer Wanderung und ihres Schmelzens zu identifizieren. Welche Kräfte dabei maßgeblich wirken, hängt nämlich von der Größe des Eisberges ab. Die neuen Ergebnisse sind im Online-Portal des Fachmagazins Journal of Geophysical Research: Oceans erschienen.
Trübe Aussichten für unberührte Seen
Im Zuge des Klimawandels nehmen extreme Wetterereignisse zu. Das gilt auch für sommerliche Stürme, die in Zukunft immer häufiger über Land und Gewässer fegen könnten. Dass sie sich drastisch auf Ökosystemprozesse gerade unberührter Seen auswirken und dort massive Algenblüten hervorrufen können, zeigen zwei neue Studien des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), die in den renommierten Fachzeitschriften "Ecosystems" und "Global Change Biology" erschienen sind.
Gletscherbakterien liefern Kohlenstoff
Gletscher sehen nicht besonders belebt aus, tatsächlich bieten sie aber vielfältigen und aktiven Bakteriengemeinschaften ein Zuhause. Nun wird klar, dass sie für den Kohlenstoffkreislauf eine wichtigere Rolle spielen als bislang angenommen. Eine neue Studie zeigt, wie mikrobielle Gemeinschaften auf schmelzenden Gletschern der Antarktis zum weltweiten Kohlenstoffkreislauf beitragen. Die Ergebnisse, nun erschienen in der Fachzeitschrift Nature Geoscience, sind angesichts des Rückgangs der weltweiten Gletscher infolge der globalen Erwärmung von weitreichender Bedeutung.
Zwei Petabyte Daten für die Klimaforschung
Der Klimawandel mit seinen ökologischen und ökonomischen Auswirkungen stellt eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen dar. Es gilt weltweit nachhaltige Strategien zu entwickeln und Maßnahmen zum Schutz des empfindlichen Klimasystems abzuleiten. Voraussetzung dafür ist ein tiefgreifendes Verständnis der komplexen Umweltprozesse, die zum Klimawandel beitragen. Atmosphärenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnten nun einen wichtigen Beitrag dazu leisten.
Enge Verbindung: Klima und Tiefenströmungen
Die Labradorsee im nordwestlichen Nordatlantik gehört zu den Schlüsselstellen der globalen Ozeanzirkulation. Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel betreibt dort seit 1997 eine Reihe von Messstationen, die die Strömungen von der Oberfläche bis zum Meeresboden überwachen. Im Journal of Geophysical Research Oceans veröffentlichen GEOMAR-Ozeanographen jetzt eine Auswertung ihrer Messdaten von 1997 bis 2014. Sie zeigen eine enge Verbindung zwischen Tiefenströmungen und Klimaschwankungen auf verschiedenen Zeitskalen.
Wie explosiv ist die Ägäis?
Viele Reiseprospekte bewerben die Inselgruppe Santorin in der südlichen Ägäis als mediterranes Urlaubsidyll. Gleichzeitig sind die Inseln und der Meeresboden davor jedoch Zeugen von gewaltigen Vulkanausbrüchen und starken seismischen Kräften. Meereswissenschaftlerinnen und Meereswissenschaftler aus Deutschland und Griechenland untersuchen derzeit mit dem Forschungsschiff POSEIDON des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel die Region um Santorin, um das Wissen über die Gefahren des Vulkanismus dort zu erweitern.
Zusammensetzung des Erdmantels
Ein Forscherteam am Bayerischen Geoinstitut der Universität Bayreuth hat erstmals unter sehr hohen Drücken die elastischen Eigenschaften von Bridgmanit ermittelt, einem Mineral, das mehr als die Hälfte des Volumens unseres Planeten ausmacht und für sein physikalisch-chemisches Verhalten von entscheidender Bedeutung ist. Die neuen Messungen ermöglichen grundlegende Erkenntnisse über die Zusammensetzung des Erdinnern. So konnten die Wissenschaftler zeigen, dass rund drei Viertel des unteren Erdmantels bis zu einer Tiefe von 1.200 Kilometern aus aluminium- und eisenhaltigem Bridgmanit bestehen. In „Nature“ stellen sie ihre Forschungsergebnisse vor.
Menschheit verändert gigantische Luftströme
Die Zunahme verheerender sommerlicher Wetter-Extreme steht wahrscheinlich in Verbindung mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel, wie immer mehr Belege zeigen. Gigantische Luftströme umkreisen die Erde, wellenförmig schwingen sie zwischen Tropen und Arktis auf und ab. Diese planetaren Wellen transportieren Wärme und Feuchte. Wenn sie ins Stocken kommen, können Dürren oder Fluten entstehen. Die globale Erwärmung durch Treibhausgase aus fossilen Brennstoffen schafft Bedingungen, welche ein solches Stocken begünstigen, so hat jetzt ein internationales Team von Wissenschaftlern herausgefunden.
Der steile Aufstieg der Berner Alpen
Die markante Nordfront der Berner Alpen ist das Resultat des steilen Aufstiegs der Gesteine aus der Tiefe nach der Kollision zweier Erdplatten. Dieses steile Aufsteigen gibt neue Einblicke in das Endstadium einer Gebirgsbildung und liefert wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf aktive Naturgefahren und Geothermie. Die Resultate von Forschern der Universität Bern und der ETH Zürich werden im Fachjournal «Scientific Reports» publiziert.
Flüsse für die Forschung
Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Natur: Vom 1. Mai bis zum 30. Juni ruft das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane erneut zur Jugendaktion "Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" auf. Die bundesweite Citizen-Science-Aktion im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht im Mai in die zweite Runde. Lehrkräfte und Pädagogen können ab sofort wieder die kostenfreien Materialien bestellen und mit ihren Schulklassen oder Jugendgruppen die Plastikbelastung deutscher Fließgewässer untersuchen.
Ist Humboldts Nährstoffspritze in Gefahr?
Wenn im Zuge des Klimawandels immer weniger Sauerstoff im Ozean verfügbar ist, beeinträchtigt dies auch hochproduktive Regionen wie die Gewässer vor der Küste Perus – einem Haupt-Einflussgebiet des nährstoffreichen Humboldtstroms. Daher untersucht ein internationales Team unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel mit Hilfe der KOSMOS-Mesokosmen, wie der Auftrieb von Tiefenwasser die Produktivität des Planktons unter Sauerstoffmangel beeinflusst. Da zurzeit etwa zehn Prozent der globalen Fischereierträge aus Peru stammen und der Bedarf an Nahrung aus dem Meer weiter wächst, möchten nicht nur Forschende besser verstehen, wie sich das marine Ökosystem zukünftig entwickelt.
Copernicus-Programm einsatzfähig
Umweltschutz, Landwirtschaft, Stadtplanung: Dies sind nur einige der Bereiche, die von den Erdbeobeobachtungsdaten der Sentinel-Satelliten des europäischen Copernicus-Programms profitieren werden. Fünf dieser Satelliten liefern bereits heute vielfältige Informationen über Zustand und Beschaffenheit der Erdoberfläche: Damit ist das Copernicus-System nun einsatzfähig.
Dürre und Waldverlust am Amazonas
Der Waldverlust durch Abholzen im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen. Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, so steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlustes, so hat ein internationales Team von Wissenschaftlern herausgefunden. Wenn allerdings ein großer Artenreichtum von Bäumen in einem Waldabschnitt lebt, so kann das dessen Überlebenschancen merklich steigern. Um dieses nicht-lineare Verhalten aufzuspüren, haben die Forscher eine neuartige Analyse komplexer Netzwerke angewendet.
Ein weiterer Wächter ist im All
Die Erde fest im Blick: Der Satellit Sentinel-2B des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus ist erfolgreich gestartet. Zusammen mit seinem "Zwillingssatelliten" Sentinel-2A verdoppelt der neue Umweltwächter die Aufnahmefrequenz. Jeder Punkt der Erde wird alle fünf Tage erfasst und Veränderungen der Oberfläche kontinuierlich und langfristig dokumentiert. Eine hochauflösende optische Kamera ermöglicht es dem Satelliten, wichtige Informationen für die weltweite Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, aber auch für die Raumplanung und die Katastrophenhilfe zu liefern. Mission zeigt konkreten Beitrag der Raumfahrt zur Lösung globaler Herausforderungen.
Wasserkreislauf reicht viel tiefer
Nicht nur auf der Erdoberfläche, auch tief im Erdinneren existieren große Mengen Wasser. Doch woher stammt es? Ist es dort seit der Entstehung der Erde oder gibt es immer noch Nachschub von der Oberfläche? Ein internationales Wissenschaftsteam veröffentlichte jetzt neue Erkenntnisse zu dieser Forschungsfrage in der Fachzeitschrift Nature Geoscience. Sie könnten auch der Diskussion über die Entstehung der Ozeane neue Impulse verleihen.
Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
Wissenschaftler der Universität Oldenburg eröffnen die zweite Phase ihres Verbundprojektes "Macroplastics". Bei der Untersuchung, wie sich Plastikmüll in der Nordsee verteilt, wollen die Forscher die Datenbasis in den kommenden Wochen verbreitern. Wieder werfen sie tausende kleiner Holztäfelchen ins Meer und bitten die Bürger erneut um Mithilfe.
Meeresforschung in Echtzeit verfolgen
Ab sofort können alle Interessierten live im Internet verfolgen, wo das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Wave-Glider einsetzt. Dabei handelt es sich um von Wellenkraft angetriebene Messplattformen, die wochen- oder auch monatelang die Oberfläche der Meere abfahren können. Auf dem Internetportal "GEOMAR Navigator" sind neben Kursen und Geschwindigkeiten der Geräte auch aktuelle Messdaten aus dem Ozean einsehbar. Entwickelt wurde das Portal in einer Forschungskooperation mit dem Oman, die erste Testmission findet aktuell im subtropischen Nordostatlantik statt.