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erstellt von admin zuletzt verändert: 12.04.2012 14:14

Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
Wissenschaftler der Universität Oldenburg eröffnen die zweite Phase ihres Verbundprojektes "Macroplastics". Bei der Untersuchung, wie sich Plastikmüll in der Nordsee verteilt, wollen die Forscher die Datenbasis in den kommenden Wochen verbreitern. Wieder werfen sie tausende kleiner Holztäfelchen ins Meer und bitten die Bürger erneut um Mithilfe.
Meeresforschung in Echtzeit verfolgen
Ab sofort können alle Interessierten live im Internet verfolgen, wo das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Wave-Glider einsetzt. Dabei handelt es sich um von Wellenkraft angetriebene Messplattformen, die wochen- oder auch monatelang die Oberfläche der Meere abfahren können. Auf dem Internetportal "GEOMAR Navigator" sind neben Kursen und Geschwindigkeiten der Geräte auch aktuelle Messdaten aus dem Ozean einsehbar. Entwickelt wurde das Portal in einer Forschungskooperation mit dem Oman, die erste Testmission findet aktuell im subtropischen Nordostatlantik statt.
Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen
In Deutschland hat seit 1980 der Bestand von wärmeliebenden Arten zugenommen. Die bisher umfassendste Studie zu diesem Thema quer durch alle Ökosysteme belegt, dass dieser Trend besonders ausgeprägt bei wärmeliebenden Arten an Land ist. Am stärksten nahmenlaut der kürzlich im Fachjournal "Nature Ecology and Evolution" veröffentlichten Studie unter der Leitung von Senckenberg Wissenschaftlerinnen wärmeliebende Vögel, Schmetterlinge, Bodenorganismen und Flechten zu. Die klimawandelbedingte Temperaturerhöhung hat sich anscheinend in den letzten 30 Jahren großflächig auf die Entwicklung des Bestands von Arten ausgewirkt.
Weniger Sauerstoff in allen Meeren
Kieler Forscher veröffentlichen in "Nature" erste globale Beobachtungs-Studie zum Sauerstoffbudget im Ozean. Der aktuell zu beobachtende globale Wandel lässt Wassertemperaturen steigen und verändert die Ozeanzirkulation. Das sorgt unter anderem dafür, dass weniger Sauerstoff im Oberflächenwasser der Meere gelöst ist und weniger Sauerstoff in die Tiefsee gelangt – mit weitreichenden Folgen für die Organismen im Meer. In der internationalen Fachzeitschrift Nature veröffentlichen Ozeanographen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel jetzt die bisher umfassendste Analyse zum Sauerstoffverlust in den Weltmeeren und deren Ursache.
Forschungs-Boje auf Reisen
Von Magdeburg nach China: Im Rahmen eines deutsch-chinesischen Forschungsprojektes, das am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert wird, geht in diesen Tagen vom UFZ in Magdeburg eine Forschungs-Boje auf Reisen, die dazu dient, die Gewässerqualität zu überwachen. Sie wurde vom Department Seenforschung in Magdeburg und den wissenschaftlichen Werkstätten des UFZ gemeinsam mit einem Ingenieurbüro entwickelt.
Unterirdische Wärmeinseln anzapfen
Städte sind Wärmeinseln, nicht nur oberirdisch, sondern auch unterirdisch. Darin schlummert ein grosses ungenutztes Potenzial, denn die Energie könnte mit Erdwärmesonden verstärkt genutzt werden. Dies zeigt eine Gruppe von Forschenden um den Geowissenschaftler Jaime Rivera anhand eines Fallbeispiels aus der Agglomeration Zürich.
Überraschung am Lava-Plateau
Kieler Meeresforscher widerlegen bisherige Einordnung von Gesteinstypen: Was spielt sich im Erdinneren ab, wenn sich Vulkane bilden und Erdplatten bewegen? Um diese Fragen zu beantworten, ist die Forschung auf Spuren der Prozesse auf der Erdoberfläche angewiesen. Doch ihre Auswertung ist sehr kompliziert. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel konnten jetzt nachweisen, dass die bisher gültige Zuordnung einiger Gesteinstypen zu bestimmten Formen des Vulkanismus nicht eindeutig ist. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications.
Arktische Tiefsee: Müllmenge steigt stark
Die Arktis hat ein Müllproblem. Plastiktüten, Glasscherben und Fischernetze: Trotz der Lage fernab von Ballungszentren nimmt die Müllmenge in der arktischen Tiefsee immer weiter zu und stellt somit eine dauerhafte Gefahr für das sensible Ökosystem dar. Innerhalb von zehn Jahren ist die Verschmutzung an einem Messpunkt in der arktischen Tiefsee um mehr als das 20-fache gestiegen. Dies ergab eine Studie von Wissenschaftlerinnen des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI).
Kleine Wesen, große Wirkung
Diatomeen sind weit verbreitet, sie leben in Bächen, Flüssen und Seen, aber auch im Salzwasser der Weltmeere. Besonders dominant treten diese auch als Kieselalgen bezeichneten Einzeller im Südlichen Ozean rund um die Antarktis auf. Sind genügend Licht und Nährstoffe vorhanden, können sich die Kieselalgen dort explosionsartig vermehren. Eine Algenblüte ist die Folge. Sie sind zwar winzig klein, prägen jedoch die Verteilung von Nährstoffen und Spurenelementen in allen Weltmeeren. Das zeigen Forschende in einer Studie auf, die in der Fachzeitschrift "Nature Geoscience" erschienen ist.
Warmes Klima macht wählerisch
Senckenberg-Forschende haben am Beispiel der Flechtengattung Protoparmelia die Zusammensetzung und Evolution der einzelnen Arten von der Arktis bis in die Tropen molekulargenetisch untersucht. Sie fanden heraus, dass das Klima bei dieser Symbiose aus Pilz und Alge wesentlich mitbestimmt, wer mit wem zusammenkommt. Unter anderem sind die flechtenbildenden Pilz- und Algenarten in den Tropen spezialisierter; eine Beobachtung die auch bereits bei anderen Organismengruppen gemacht wurde. Die Ergebnisse der Studie tragen zum Verständnis bei, wie das Klima die Interaktion von Organismen beeinflusst und zu Veränderungen in Ökosystemen führen kann.
Wasser gelangte früher auf die Erde
Gelangte das Wasser bereits früh während der Erdentwicklung auf die Erde oder erst später durch Einschläge von Kometen? Beide Hypothesen werden diskutiert. Planetologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster haben nun durch Isotopenmessungen gezeigt: Das Wasser muss früh auf die Erde gekommen sein. Die Studie ist in "Nature" veröffentlicht.
Auf dem Tiefsee-Holzweg
Die Tiefsee ist ein riesiger, scheinbar lebensfeindlicher Ort, nur vereinzelt finden sich Oasen des Lebens. Solche Oasen entstehen beispielsweise, wenn Holzstämme auf den Meeresboden sinken, wo sie für begrenzte Zeit reichhaltiges Leben erlauben. Eine neue Untersuchung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Bremen und Bremerhaven wirft einen genauen Blick auf die Bewohner des abgesunkenen Holzes und wie sie ihre Umgebung beeinflussen. Die Forschenden zeigen, dass die versunkenen Stämme hochdynamische Lebensräume bilden und sehr wichtig für die Vielfalt und Verbreitung von Tieren ebenso wie Bakterien sind.
Süditalien: Plattengrenze birgt Erdbebengefahr
Der Mittelmeerraum ist tektonisch äußerst aktiv und damit von Naturkatastrophen bedroht. Das zeigen die jüngsten Erdbeben in Mittelitalien auf eindringliche Weise. Ein internationales Wissenschaftsteam mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat in den vergangenen Jahren intensiv den Meeresboden südlich von Sizilien und Kalabrien untersucht. Wie das Team jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters veröffentlicht, haben sie dabei Spuren einer aktiven Erdplattengrenze gefunden, die ebenfalls starke Beben hervorrufen kann.
Nordatlantik als Wärmepirat
Der Golfstrom transportiert so viel Wärmeenergie über den Atlantik Richtung Nordosten, dass in Irland Palmen gedeihen und in Nordnorwegen im Winter die Häfen eisfrei bleiben. So wie er haben alle Ozeanströmungen großen Einfluss auf das globale Klima. Doch seit wann funktioniert dieses System so, wie wir es heute kennen? Und wie hat es sich dahin entwickelt? Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel veröffentlich jetzt neue Erkenntnisse dazu in der internationalen Fachzeitschrift Scientific Reports.
Wasser als heimlicher Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?
Aktuell nimmt die Landoberfläche etwa ein Viertel der anthropogenen Kohlendioxidemissionen aus der Atmosphäre wieder auf. Ob die Aufnahmefähigkeit dieser Kohlenstoffsenke erhalten bleibt und wie sie sich zukünftig weiterentwickeln wird, ist ungewiss. Wie sie reguliert wird, konnte nun eine Forschergruppe unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie näher beleuchten: Global gesehen werden jährliche Schwankungen der Kohlenstoffsenke vornehmlich durch die Temperatur bestimmt. Blickt man aber auf die lokale Ebene, so ist die Wasserverfügbarkeit der dominierende Faktor.
Wie Kälte und Dunkelheit die Dinosaurier auslöschten
Vor 66 Millionen Jahren hat das plötzliche Aussterben der Dinosaurier den Siegeszug der Säugetiere ermöglicht – und damit letztlich die Herrschaft des Menschen. Klimawissenschaftler haben jetzt rekonstruiert, wie winzige Tröpfchen von Schwefelsäure, die sich nach dem bekannten Einschlag eines großen Asteroiden auf der Erde hoch oben in der Luft gebildet und für mehrere Jahre einen erheblichen Teil der Sonneneinstrahlung auf unseren Planeten blockiert haben, das Leben auf der Erde beeinflussten. Pflanzen starben, und der Tod wanderte durch die Nahrungsnetze. Frühere Theorien fokussierten sich auf einen kurzfristigeren Effekt: auf den Staub, der durch den Einschlag empor geschleudert wurde. Die neuen Computer-Simulationen zeigen, dass die Tröpfchen in der Atmosphäre eine lang anhaltende Abkühlung auslösten, die wahrscheinlich zum Ende der an Land lebenden Dinosaurier beitrug. Ein zusätzlicher tödlicher Mechanismus könnte die starke Durchmischung der Ozeane gewesen sein, ausgelöst von der Abkühlung an der Oberfläche, die eine heftige Störung der Ökosysteme im Meer auslöste.
Natur um acht Millionen Jahre zurückgeworfen
Eine Forschergruppe unter Beteiligung von Luis Valente vom Museum für Naturkunde Berlin untersuchte die Evolutionsgeschichte an Hand von Fledermausarten in der Karibik. Die neue Studie zeigt, dass das Langzeit-Gleichgewicht einer Artenzahl durch unzählige Aussterbewellen gestört wird. Viele davon sind vom Menschen verursacht. Mittels Computersimulationen stellten die Forscher fest, dass die Natur mindestens acht Millionen Jahre brauchen würde, um die durch das Aussterben verlorene Artenvielfalt wiederherzustellen.
Klimaveränderungen besser verstehen
Warme Winter, nasse Sommer und ständig Unwetter – wer hat nicht das Gefühl, dass das Klima verrücktspielt? Im wissenschaftlichen Fokus stehen Klimaveränderungen beim Forschungsprojekt ISOBAR, das von der norwegischen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Das Fachgebiet Informatik und Datenverarbeitung der Hochschule OWL ist mit Drohnenmessungen beteiligt – im Dezember 2016 im Norden Norwegens und in den kommenden Jahren in Nordfinnland sowie auf Spitzbergen.
Verstädterung verschlingt fruchtbares Ackerland
Durch die rasante Expansion der Städte werden bis zum Jahr 2030 global etwa 300.000 Quadratkilometer von besonders fruchtbarem Ackerland verloren gehen. Das entspräche nahezu der Größe Deutschlands. Diese Fläche machte im Jahr 2000 fast vier Prozent des weltweiten Anbaus von Nahrungspflanzen möglich. Das geht aus Forschungsergebnissen des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) hervor. Zum Vergleich: Von der Nahrungsmittelproduktion auf dieser Fläche könnten sich gut 300 Millionen Menschen bei einem durchschnittlichen Kalorienverbrauch von 2.500 Kalorien pro Tag ein ganzes Jahr ernähren.
Sonne auf Weihnachtsexpedition
Zwei Tage vor Weihnachten wird das modernste deutsche Forschungsschiff Sonne und mit ihm 39 Wissenschaftler, 30 Besatzungsmitglieder und eine Journalistin aus der neukaledonischen Hauptstadt Nouméa auslaufen und Kurs auf den Kermadec-Vulkanbogen im Südpazifik nehmen. Mit einem Unterwasserfahrzeug wollen sie heiße Quellen am Meeresboden aufspüren.