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Erde im Visier

erstellt von timo_meyer zuletzt verändert: 17.11.2016 13:36 — abgelaufen

Wir sehen sie nicht, sie aber uns. Ein Schwarm Beobachtungssatelliten hat uns, aber vor allem unsere Erde, ihre Oberfläche, ihr Magnetfeld und ihre Lufthülle ständig im Blick. Einsichten in die Arbeit der Satelliten gewährt seit dem 12. September die Ausstellung „Die Erde im Visier“ in Chemnitz.

Satellitenbild der Bayuda-Wüste im Sudan. (Bild: NASA)Seit dem Start des allerersten Satelliten „Sputnik 1“ sind mittlerweile fast genau 55 Jahre vergangen. Seitdem hat sich nicht nur hier unten auf der Erde, sondern auch in ihrem Orbit einiges verändert. Hatte Sputnik noch eine recht simple Aufgabe, nämlich die Absetzung eines Signals, übernehmen seine Nachfolger heute weitaus umfassendere Aufgaben.

Dabei sehen sie unseren Planeten nicht nur als „blauen Planeten“. Satelliten decken auch Bereiche jenseits des sichtbaren Teils des Spektrums ab, beobachten aktive Vulkane in Infrarot und Wetterphänomene im Mikrowellenbereich. Und manche künstliche Beobachter wie etwa GOCE oder GRACE „sehen“ mit Sensoren, die das Schwerefeld der Erde erfassen. Ihr Blick endet nicht an der sichtbaren Oberfläche der Erdkruste, sondern macht sogar die Dynamik darunter sichtbar.

Den Arbeitsalltag der Satelliten, aber auch was mit den Daten, die diese liefern, später geschieht, das zeigt noch bis zum 9. Dezember das Museum für Naturkunde Chemnitz. Dort gastiert die Wanderausstellung „Die Erde im Visier“, konzipiert und realisiert vom Forschungs- und Entwicklungsprogramm GEOTECHNOLOGIEN. Die Ausstellung verlässt sich dabei nicht nur auf die faszinierenden Bilder, die Erdsatelliten liefern, sondern zeigt auch das, was dahinter steckt. Interaktive Exponate und Animationen liefern Hintergrundinformationen zur Satellitentechnologie, führen den Besucher aber auch durch Themenbereiche wie dem Umweltmonitoring, das Klimasystem der Erde, die Rohstoffsuche oder die Überwachung des Wanderverhaltens von Fledermäusen und Wölfen mittels GPS.

Begleitet wird die Ausstellung durch diverse museumspädagogische Angebote. Schulführungen, abgestimmt auf unterschiedliche Jahrgangsstufen, greifen einzelne Aspekte der Ausstellung auf. Hier können Oberstufenschüler beispielsweise im Rahmen eines Gedankenexperiments einmal erleben, wie ein Tag ganz ohne Satelliten und ihre vielfältigen Aufgaben aussehen würde; Grundschüler begleiten einen Wassertropfen auf seinen Weg durch den Wasserkreislauf der Erde.

TM, iserundschmidt 10/2012


Mehr Informationen zur Wanderausstellung „Die Erde im Visier“ finden Sie hier. Die Ausstellung ist vom 12. September bis 9. Dezember geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos liefert die Seite des Museums für Naturkunde Chemnitz.