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GEOTECHNOLOGIEN auf der DGG-Jahrestagung in Bremen

erstellt von timo_meyer zuletzt verändert: 26.06.2008 10:53

Die 66. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) findet vom 6. bis 9. März 2006 in Bremen statt. Die Organisatoren erwarten rund 400 nationale und internationale Teilnehmer - darunter natürlich auch das Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN.

Was kennzeichnet Ozeanränder? Wie werden geophysikalische Verfahren zur Lösung technischer und ingenieurgeologischer Probleme eingesetzt? Und wie vermittelt die Geophysik ihr Wissen in der Öffentlichkeit? Nur einige der zentralen Fragen, mit denen sich die Experten auf dem Bremer Geophysik-Kongress auseinandersetzen werden. Dabei finden sich unter den fast 200 Kurz-Vorträgen auch Projekte aus den verschiedensten Forschungsschwerpunkten des GEOTECHNOLOGIEN-Programms. Die Themenpalette reicht dabei von der elektromagnetischen Sondierung unterirdischer Lagerstätten bis zur Untersuchung des Hochrisikovulkanismus südostasiatischer Inselformationen.

So nehmen Geoexperten im Rahmen des SUNDAARC-Teilprojekts MERAMEX beispielsweise das Innere des Vulkans Merapi und seiner feurigen Nachbarn am Sundabogen näher unter die Lupe. Ihr Ziel: die Kartierung der Routen, die glühend heiße Fluide und Schmelze auf ihrem Weg aus den Tiefen der abtauchenden indisch-australischen Platte bis hinauf in den Vulkankegel nehmen. Berliner Geophysiker gehen da im Rahmen des Schwerpunkts der "sicheren und dauerhaften Speicherung des Treibhausgases CO2" nicht ganz so tief. Sie zeigen auf der DGG-Jahrestagung, wie man mit großen Oberflächenspulen durch den Erdboden bis in Tiefen blicken kann, die mögliche Untergrundspeicher für die Verpressung des Klimakillers CO2 beherbergen.

Ein Beispiel für gelungene geophysikalische Öffentlichkeitsarbeit präsentieren schließlich Vortragende aus Frankfurt und Potsdam. Die Gruppe um Simon Schneider präsentiert zusammen mit Frankfurter Schülerinnen und Schülern ein ganz besonderes Forschungsprojekt. Juniorforscherinnen und -forscher der Jahrgangsstufe 11 konnten, unterstützt durch Profis und geophysikalische Hightech unter norddeutschen Äckern südlich von Ludwigshafen frühe Siedlungsspuren aufspüren. Ein Unterrichtskonzept, das hoffentlich Schule macht.

Doch nicht nur in Vorträgen, auch außerhalb der Hörsäle bietet sich den Kongressteilnehmern ein Blick auf das FuE-Programm GEOTECHNOLOGIEN. Anlaufstelle ist die Cafeteria der Uni Bremen, wo das Koordinierungsprogramm GEOTECHNOLOGIEN als einer von 28 Teilnehmern einer die Tagung begleitenden Ausstellung vom 7. bis 9. März zu finden ist.

Weitere Informationen zur 66. Tagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) finden Sie hier.

TM, iserundschmidt 03/2006