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Quo vadis, Geoforschung?

erstellt von timo_meyer zuletzt verändert: 17.11.2016 13:36 — abgelaufen

Zehn Jahre Laufzeit, weit über 100 Projekte – das Forschungs- und Entwicklungsprogramm GEOTECHNOLOGIEN kann beeindruckende Zahlen vorweisen. Ein guter Zeitpunkt, die bisherigen Ergebnisse und künftige Herausforderungen des Programms zusammenzutragen und in einer hochwertigen Broschüre zu präsentieren.

Ein herausstechendes Merkmal des FuE-Programms GEOTECHNOLOGIEN ist ohne Zweifel seine Vielseitigkeit: In den Verbundprojekten des Programms treffen zum Beispiel Geowissenschaftler auf Ingenieure, arbeiten Physiker mit Informatikern zusammen oder tauschen sich Mediziner und Sozialwissenschaftlern aus. Die Mitglieder der Verbundprojekte stammen zudem nicht nur aus Forschungsinstitutionen und Universitäten, sondern auch aus zahlreichen zumeist klein- und mittelständischen Unternehmen.

Ein interdisziplinärer Ansatz, ohne den die großen Herausforderungen unserer Zeit kaum gemeistert werden könnten; die Beschreibung des Klimawandels, die Frühwarnung vor Naturkatastrophen oder das Aufspüren von neuen Rohstofflagerstätten sind komplexe Aufgaben, die eine ganzheitliche Betrachtungsweise erfordern. Die Verbundprojekte ermöglichen es deshalb, das „System Erde“ aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zu erforschen – von einer globalen Untersuchung unseres Planeten aus dem Weltraum bis hinunter zur Analyse seiner einzelnen Bausteine auf der atomaren Ebene. Entsprechend vielfältig sind schließlich auch die Basistechnologien und Dienstleistungen, die aus den Kooperationsvorhaben entspringen.

Einen guten Eindruck von der breiten Palette wissenschaftlicher Disziplinen gewinnt man beim Blättern durch die im Frühjahr erschienene Konzeptschrift „Zukunftssicherung für Mensch und Erde“. Die Artikel der rund hundert Seiten starken Broschüre fußen auf einem Symposium, in dessen Rahmen im Mai 2009 insgesamt 70 Wissenschaftler die Ergebnisse von abgeschlossenen und laufenden Schwerpunkten der GEOTECHNOLOGIEN diskutierten. Gleichzeitig legten die Teilnehmer bei ihren Gesprächen aber auch besonderes Augenmerk auf die künftige Entwicklung des Programms. Unterteilt in zehn Themenschwerpunkte entstand so ein inhaltsstarkes Grundsatzpapier, das sich durchaus auch als konkreter Ratgeber für politische und gesellschaftliche Entscheidungsträger versteht.

Das Themenspektrum der Broschüre ist dabei so weitreichend wie das FuE-Programm selbst.  Zu lesen ist beispielsweise von Modellen zur präzisen Vorhersage von extremen Niederschlägen oder zur Berechnung des globalen Anstiegs des Meeresspiegels. Neue, heute noch weitgehend unbekannte Ökosysteme wie die Ozeanböden wollen erforscht, endliche Georessourcen intelligent genutzt werden. Tief in der Erde sollen innovative Erkundungsmethoden einen effizienteren Tunnelbau ermöglichen, während Forschungssatelliten auf ihrer Umlaufbahn unseren Planeten in ungeahnter Präzision vermessen werden. Vieles deutet darauf hin, dass bei diesen Vorhaben deutsche Forschung und Technologie nicht zuletzt dank koordinierender Programme wie den GEOTECHNOLOGIEN auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen werden.

RD, iserundschmidt 07/2010


Die in Zusammenarbeit mit Experten aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen der Geowissenschaften entwickelte Konzeptschrift „Zukunftssicherung für Mensch und Erde“ kann beim Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN per E-Mail bestellt werden.

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