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Vom Feldversuch zum Endprodukt

erstellt von timo_meyer zuletzt verändert: 17.11.2016 13:36 — abgelaufen

Gute Ideen gelangen nicht automatisch aus der Forschung auf den Markt. Um im Bereich der Geowissenschaften diesen wichtigen Schritt zu begleiten und teilweise mitzugehen, wurde 2008 Geotechmarket ins Leben gerufen. Auf Veranstaltungen wie der „GeoHannover“ gewährt die Initiative Einblicke in ihre Arbeit.

"GeoRohstoffe im 21. Jahrhundert" lautete das Motto der diesjährigen GeoHannover in der Leibniz Universität Hannover. (Bild: Andree Stephan, Wikimedia Commons)Was bedeuten Rohstoffe für unseren Alltag, unseren Arbeitsmarkt, unseren technologischen Fortschritt? Und was leisten die Geowissenschaften bei der Suche nach Rohstoffen, deren Erschließung und schließlich deren Förderung? Diesen und vielen weiteren Fragen widmete sich die „GeoHannover 2012“.  Die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften führte Geoforscher, Ingenieure und Wirtschafsexperten aus allen Bereichen unter dem Motto „GeoRohstoffe für das 21. Jahrhundert“ an der Leibniz Universität Hannover zusammen.

Gerade der Bereich Rohstoffförderung ist ein gutes Beispiel für die zentrale Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Geowissenschaftliche Forschung wird hier in Anwendungen und Produkte übersetzt, die tagtäglich bei der Suche und Erschließung wichtiger Rohstoffvorkommen zum Einsatz kommen. Doch diese Zusammenarbeit ist nicht selbstverständlich; Forschungsergebnisse finden nicht automatisch ihren Weg auf den Markt. Viele Hürden sind hierbei zu überwinden, etwa in den Bereichen Produkt-Marketing und -Finanzierung oder bei der Suche nach potenziellen Kooperationspartnern. Und genau hier setzt die Technologietransfer- und Kommunikationsplattform Geotechmarket an.

Rund 600 Experten informierten sich in Hannover zu aktuellen Entwicklungen im Themenspektrum Rohstoffe. (Bild: GEOTECHNOLOGIEN)In Hannover stellten die Geotechmarket-Betreiber, das Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN, die Plattform vor und gewährten Einblicke in deren Arbeit. Hier konnte man zeigen, wie wichtig eine Schnittstelle zwischen Forschungsprojekt und Endanwender im geowissenschaftlichen Bereich ist, eben auch bei der Rohstoffgewinnung. Ein eigener Stand griff dazu vor allem einen Schwerpunkt des GEOTECHNOLOGIEN-Programms auf: die Tomographie des Untergrunds. Verschiedene Projekte wurden vorgestellt, darunter speziell jene, die ein Interesse daran haben, ihre Technologien mittelfristig auf den Markt zu bringen und als Standardtechnologien für Erkundungsfirmen, Bauingenieure und Geophysiker zu etablieren. Darunter finden sich neben Technologien zur Baugrunderkundung und Standort-Gefährdungsanalyse auch Messmethoden und Begleitsoftware, mit denen bessere Informationen über Rohstoffvorkommen in der oberen Erdkruste gewonnen werden können.

Zusätzlich waren die GEOTECHNOLOGIEN in Hannover auch mit einer Spezial-Session vertreten, die einige Ergebnisse aus dem FuE-Programm vorstellte – aktuelle Einblicke in Forschungsvorhaben  zur Speicherung von Kohlendioxid im Untergrund sowie neue Ansätze zur dreidimensionalen Analyse geologischer Strukturen im Untergrund.

TM, iserundschmidt 10/2012


Mehr Informationen zu den Aktivitäten und Angeboten des Programms GEOTECHNOLOGIEN im Bereich Technologietransfer finden Sie hier und auf Geotechmarket.