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Der Allrounder

erstellt von timo_meyer zuletzt verändert: 17.11.2016 13:36 — abgelaufen

Die Vorsilbe Geo ist heute in vielen Bereichen von Forschung und Technik zu finden. Aber nicht nur dort. Auch in unserer Alltagswelt begegnen uns Ergebnisse der Geoforschung immer häufiger. Zu verdanken ist das nicht zuletzt der richtigen Förderung.

Die Welt zu erforschen ist eine uralte Triebfeder des Menschen. Sie hat ihn über die Ozeane und sogar bis in den Weltraum und auf den Mond gebracht. Auch die Neugier auf den eigenen Planeten, seine Geheimnisse und seine unbekannten Regionen hat den menschlichen Geist seit jeher beflügelt. Viele grundlegende Fragen unseres Planeten konnten Geologie und Geophysik bereits klären – etwa was die gewaltigen Bergmassive der Alpen oder des Himalaya aufgefaltet hat oder welchen Ursprung das Magnetfeld hat, das uns vor der kosmischen Strahlung schützt.


Geoforscher im Einsatz

Geoforscher am Vulkanberg Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington. Die Katastrophen-Frühwarnung ist nur einer der vielen Tätigkeitsbereiche von Geowissenschaftlern. (Bild: USGS/Dan Dzurisin)

Geologen kommt bei ihren Untersuchungen eine immer weiterentwickelte Technik zugute. Allein die Entwicklung der Satellitentechnologie in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts stellte ihnen hunderte Hightech-Augen zur Verfügung, die aus großer Höhe die Erde ins Visier nehmen. Dabei können sie beispielsweise das Erdschwerefeld genau vermessen und damit Meeresströmungen verfolgen – das ist nicht nur für Geologen interessant, sondern auch für Ozeanographen und Klimatologen.

Das Beispiel zeigt: Was Geoforscher heute beschäftigt, betrifft schon lange nicht mehr nur ihr eigenes Fachgebiet. Und genau in dem Maße wie ihre Erkenntnisse und Methoden für immer größere Bereiche von Wissenschaft, Technik und unser alltägliches Leben von Bedeutung sind, wandeln und erweitern sich auch ihre eigenen Arbeits- und Aufgabengebiete. Geologen arbeiten längst nicht mehr nur unter ihres gleichen, sondern auch an der Seite von Tunnelbauern, Stararchitekten, Verkehrsplanern oder Entwicklungs- und Katastrophenhelfern. Und liegen ihre Arbeitswelten doch einmal hinter Labortüren, dann sind es ihre technischen Entwicklungen und Verfahren, die überall in der Welt am Werk sind. Die Geowissenschaften haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem wahren Allrounder entwickelt.

Die Verknüpfung und Arbeit über das eigene Fachgebiet hinaus wird zum einen durch die rasante Entwicklung des Internet befeuert. Forscher aus aller Welt vernetzen sich im wahrsten Sinne des Wortes; tauschen Berichte, Erfahrungen und Ergebnisse in Echtzeit aus. Was früher auf jährliche Konferenzen beschränkt war, ist jetzt jederzeit und von fast jedem Ort der Erde aus möglich. Ein anderer wichtiger Faktor: die richtige Förderung. Programmen wie dem Forschung- und Entwicklungsprogramm GEOTECHNOLOGIEN fällt hierbei eine entscheidende Rolle zu. Sie verbinden Forscher nicht nur mit anderen Forschern, sondern Labore auch mit dem Markt. Beispiel GEOTECHNOLOGIEN: Regelmäßige Statusseminare der einzelnen Themenfelder bieten hier ein Forum zur Diskussion und Vernetzung; eine spezielle Plattform für Wissens- und Technologietransfer, genannt Geotechmarket, bietet Forschern Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen und Methoden in marktreife Produkte.

Und auch Hilfe bei der Vernetzung der Geoforscher mit der Öffentlichkeit kann eine Aufgabe der Förderung sein wie die GEOTECHNOLOGIEN zeigen. Sie bieten sowohl Leitfäden für die richtige Pressearbeit als auch für den richtigen Auftritt auf Messen und Tagungen. Damit die vielen Alltags-Anwendungen des Allrounders „Geowissenschaften“ auch jenen Menschen bewusst werden, die sie täglich unbewusst nutzen.

TM, iserundschmidt 09/2011


Die vielfältigen Forschungsgebiete, denen sich die unter dem Dach des GEOTECHNOLOGIEN-Programms versammelten Projekte widmen, finden Sie hier auf einem Blick.

Näheres zur Öffentlichkeitsarbeit der GEOTECHNOLOGIEN ist hier zusammengefasst.