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Im Porträt: Hans-Jürgen Gursky

erstellt von egoernert zuletzt verändert: 18.05.2015 15:30

Prof. Dr. Hans-Jürgen Gursky ist Sedimentgeologe und lehrt Allgemeine Geologie und Sedimentologie an der Technischen Universität Clausthal.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Gursky lehrt an der TU Clausthal. (Foto: Prof. Dr. Gursky)Sedimente sind Ablagerungen von Sand, Kies oder anderem Material an Land und Meer. „Die gesamte äußere Haut der Erde“, erklärt Gursky. Kieselige Schlämme gehören zu seinem Spezialgebiet – So kam auch sein Spitzname unter Freunden zustande: „Kiesel-Gursky“.

Die Arbeit mit Sedimenten an der TU Clausthal


An der Universität beschäftigt sich Gursky besonders mit Sedimentgesteinen. Er schätzt dort vor allem die familiäre Atmosphäre am Campus. „Klein, aber fein haben wir es hier, oben auf dem Berg“, so Gursky. Zu seinen Hauptaufgaben gehört natürlich das Lehren und Forschen, allerdings auch alle anfallenden Verwaltungsarbeiten, wie die Finanzverwaltung. Außerdem ist er für die Betreuung und Korrektur mehrerer Studien-, Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten zuständig, organisiert und begleitet Exkursionen und Geländepraktika. Nebenbei führt er außerdem zwei Forschungsprojekte, unter anderem im Harz und in Kuba, durch. „Der Tag reicht im Grunde nicht aus“, so Gursky.

Die Forschungsprojekte


Gursky betreut ein gemeinsames Forschungsprojekt mit der Partner-Universität im kubanischen Moa. Moa ist eine Bergbau-Stadt, in der durch Bergbau und Erzaufbereitung Stäube und Giftstoffe freigesetzt werden und Schlamm in hohen Mengen ins Meer gespült wird. Dadurch geraten auch Schwermetalle ins Meer. „Das führt zu gravierenden Umweltproblemen“, so Gursky. Seine Aufgabe besteht hier im Umwelt-Monitoring. Er analysiert die Chemie des Wassers sowie der Schwermetall-kontaminierten Sedimente und berät die Stadt bezüglich des Umweltschutzes.

Gursky betreut ebenfalls ein lokales Forschungsprojekt im Oberharz. Die dortigen Böden, Bachsedimente und Gewässer sind durch Halden des historischen Bergbaus auch mit Blei belastet. „Die Kontaminationen sind zum Teil beträchtlich“, berichtet er.

„Ich wollte schon immer in die Forschung“


An seinem Beruf liebt Gursky besonders die Tatsache, dass er oft in der freien Natur und „am Objekt selbst“ forschen kann. „Ich wollte schon immer in die Forschung“, erzählt er. Er liebt es, die Natur zu ergründen und hat Spaß am Lernen. „Dann weiß man eben Sachen, die andere nicht wissen“, so Gursky. Zu seinen Hauptforschungsinteressen gehören die Sedimentologie sowie die Umweltgeologie von Gewässern. „Mir macht das Unterrichten sehr viel Spaß“, erzählt Gursky – und macht sich dabei offensichtlich sehr gut. „Ich bekomme eher positive als negative Kritik“, scherzt er.

Zur Person


Prof. Dr. Hans-Jürgen Gursky wurde 1952 in Hagen geboren. Er studierte Geologie/Paläontologie und Geographie in Münster. Nach seiner Promotion war er unter anderem als Projektassistent der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit sowie als Dozent in Mexiko und als wissenschaftlicher Assistent in Marburg tätig. Er engagiert sich zudem in den deutschen und europäischen Berufsverbänden der Geowissenschaftler (BDG und EFG), vor allem in den Fachgruppen zur universitären Lehre in den Geowissenschaften, bei Akkreditierungsagenturen in der Akkreditierung von Bachelor- und Master-Studiengängen sowie als Fachgutachter im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).