Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Logbücher FS POSEIDON: Ägäis Ägäislog #3: Resümee in Zahlen

Ägäislog #3: Resümee in Zahlen

erstellt von Lisa Hölzer zuletzt verändert: 22.08.2017 13:03

Die Expedition POS513 endet. Armin Freundt und das wissenschaftliche Team haben noch ein paar letzte Bohrungen vor sich, bevor sie Resümee ziehen über die Zeit an Bord der Poseidon: Ein Hin und Her zwischen erfolgreichen Entdeckungen und schwierigen Seeverhältnissen. Was überwiegt am Ende?

Das Team der Forscherinnen und Forscher von POS 513. (Bild: Armin Freundt/GEOMAR)

Das Team von POS 513 (von li. nach re.): Nico Augustin, Armin Freundt, Boris Karatsolis, Thor Hansteen, Symeon Nasras, Carina Sievers, Jenny Brandstätter, Kai Fockenberg, Steffen Kutterolf und Thorsten Schott. (Bild: Armin Freundt/GEOMAR)

 

Die letzten anderthalb Tage der Expedition verbrachten wir damit, erneut zu versuchen, Kerne aus der nahen Region westlich von Santorini zu bergen, wo es uns am ersten Tag nicht gelungen war. Jedoch ergaben nur zwei der sechs Proben aussagekräftige Kerngewinnung. Größtenteils verhinderte die grobe minoische Ablagerung etwa 30 bis 50 Zentimeter unter dem Meeresboden das Durchdringen.

Insgesamt verlief die Expedition dennoch sehr erfolgreich: Wir haben 61 Stationen zwischen Milos und Nisyros abgearbeitet. Uns gelangen zehn Kartierungen, drei Probeentnahmen mit dem Kastengreifer und 49 Einsätze mit dem Schwerelot, von denen elf keine Bergung brachten. Angesichts der schwierigen Situation so nahe am Land, in der Sechs-Meilen-Zone, ist das eine hohe Erfolgsquote. Die meisten Kerne waren drei bis fünf Meter lang, der längste sogar 7,5 Meter. Alle enthalten mehrere Asche- und beziehunsgweise oder Lapillischichten - bis zu acht in einem Kern.

Während wir packen und die Labore reinigen, setzen wir nachmittags die Kartierung fort.

Unsere Fahrt endet im Hafen von Heraklion damit, das ganze Material und alle Kerne vom Schiff in die Container zu laden und schließlich mit dem gesamten wissenschaftlichen Team von Bord zu gehen. Die Arbeit an den Kernen wird uns alle noch eine ganze Weile beschäftigen.

Wir bedanken uns für die große Gastfreundschaft und Unterstützung des FS Poseidon.

Im Namen aller Expeditionsteilnehmer sende ich Grüße aus dem Hafen von Heraklion!

Armin Freundt

(Fahrtleiter der Expedition POS 513)


nullIm Rahmen der Ausfahrt POS513 begeben sich Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel unter der Leitung des Geologen Armin Freundt in den Hellenischen Inselbogen. Dort wollen sie mithilfe eines Schwerelots Tiefseebohrungen durchführen, um zukünftige Vulkanausbrüche besser abschätzen zu können. Die Geowissenschaftler berichten im Logbuch auf planeterde direkt von Bord des FS Poseidon.
Eine Kooperation mit dem GEOMAR Kiel