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Geo-Büros behaupten sich am Markt

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:22

Die letzte Umfrage des BDG Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. aus November 2005 zeigt, dass sich die rund 1.500 Geo-Büros in Deutschland trotz schlechter Konjunktur und schwierigem strukturellen Umfeld am Markt behaupten. Neben den klassischen Feldern Baugrund, Boden- und Grundwasserschutz bearbeiten die Geobüros zunehmend Zukunftsfelder.

Die Umsätze der an der Umfrage teilnehmenden Büros sind von 2003 auf 2004 um durch-schnittlich 5 % gestiegen. Die Gewinnerwartung für 2006 ist stabil. Die Büros agieren hierbei mit einem Auftragsvorrat von durchschnittlich 3 Monaten (mind. 1, max. 6 Monate).

Die Größe der Geo-Büros ist fast gleichmäßig auf folgende Kategorien verteilt:
1 - 5 Mitarbeiter: 31 %
6 - 10 Mitarbeiter: 34 %
11 - 50 Mitarbeiter: 31 %

Der Einmann-Betrieb ist deutlich auf dem Rückmarsch mit lediglich 4 %. Die Durchschnittsgröße eines Geo-Büros beträgt unverändert 10 Mitarbeiter. Je größer das Unternehmen, umso höher wird der Anteil der in den Geo-Büros neben Geologen, Geophysikern und Mineralogen mitarbeitenden Vertretern anderer Fachdisziplinen.

Wieviele Geowissenschaftler beschäftigen die Geobüros?


Die Grafik ordnet die deutschen Geo-Büros prozentual nach der Anzahl der geowissenschaftlichen Mitarbeiter(MA).

Wichtig ist die Tatsache, dass der rein geowissenschaftliche Anteil an der Arbeit eines geologisch ausgerichteten Geo-Büros einen bedeutenden Anteil des Umsatzes ausmacht. Bei 49 % der Unternehmen liegt der Anteil der geowissenschaftlichen Leistung am Gesamtumsatz zwischen 76 und 100 %, bei 27 % der Unternehmen noch zwischen 51 und 75 %. Mit geologischer Beratungsleistung kann folglich nach wie vor Geld verdient werden.

Insgesamt wird im kommenden Jahr 2006 tendenziell eher Personal eingestellt als abgebaut. Extrapoliert man die Daten der Umfrage auf den kompletten Markt der im Bereich Geotechnik und Umweltschutz tätigen Ingenieurbüros, kann man ableiten, daß im kommenden Jahr in Geo-Büros bundesweit zwischen 60 und 120 Stellen neu geschaffen werden.

Eine auffällige Tendenz ist die zunehmende Diversifizierung: neben den klassischen Bereichen Baugrund sowie Boden- und Grundwasserschutz sind die Geo-Büros auch verstärkt in neuen Zukunftsmärkten wie die Nutzung der Erdwärme (ca. 20 %) aktiv.

Dezember 2005, Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V., Bonn