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TU Dresden bekommt neues Teleskop fuer Lehre und Forschung auf dem Triebenberg

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 12.11.2011 14:52

Der Triebenberg ist der ideale Standort fuer ein astronomisches Observatorium: "Kaum Lichtverschmutzungen und keine Erschuetterungen" so beschreibt Prof. Michael Soffel, Direktor des Institutes fuer Planetare Geodaesie der TU Dresden, die kuenftigen Arbeitsbedingungen, die astrometrische Praezisionsarbeiten auf hoechstem Niveau ermoeglichen sollen.

Zur Zeit wird das gesamte Projekt geplant. Im Maerz 2005 soll Baubeginn sein und - so das ehrgeizige Ziel der Wissenschaftler um Prof. Soffel - bereits im Wintersemester 2005 / 2006 koennten die ersten Beobachtungen mit dem neuen Teleskop starten.

Das Observatorium auf dem Triebenberg, der hoechsten Erhebung Dresdens, soll fuer Lehr- und Forschungszwecke genutzt werden. Studierende der verschiedensten Fachrichtungen wie beispielsweise Geodaesie, Lehramt Astronomie, Physik, Luft- und Raumfahrttechnik werden in den Genuss optimaler Ausbildungsbedingungen kommen.

Asteroid Gaspra
(c) Universität Hohenheim

In der Forschung geht es vor allem um die Beobachtung von Asteroiden. Die Positionen von Asteroiden sind nach ihrer Entdeckung meist nur sehr grob bekannt. Das neue leistungsstarke Teleskop bietet Prof. Michael Soffel und seinen Mitarbeitern die Moeglichkeit, die Positionen der Asteroiden viel genauer als bisher zu bestimmen und sogar ihre Bahn zu berechnen. Dazu werden mittels digitaler Bildtechnik exakte Aufnahmen des Sternenhimmels erstellt. Aus der Konstellation der bereits bekannten Positionen der Sterne koennen die Wissenschaftler dann die Positionen der Asteroiden genau vermessen. Aus der Dokumentation ueber einen laengeren Zeitraum wiederum koennen die Bahnen der Asteroiden berechnet werden und letztlich auch Voraussagen getroffen werden, ob die Asteroiden Kurs auf die Erde nehmen.

Nach Worten von Prof. Michael Soffel ist diese Gefahr durchaus real, wie Einschlaege auf anderen Planeten aber auch auf der Erde selbst beweisen. Eng zusammen arbeiten wird das Team um Prof. Soffel mit den Forschern und Studenten des Institutes fuer Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden, die sich unter anderem mit der Abwehr von Asteroiden beschaeftigen.

Pressemitteilung der Technischen Universitaet Dresden, 10.08.2004