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Dritte Internationale Frühwarnkonferenz in Bonn

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:25

Derzeit befinden sich rund 1200 Teilnehmer auf der Dritten Internationalen Konferenz zur Frühwarnung vor Naturkatastrophen (EWC III) in Bonn. Der Leitspruch der Tagung "Vom Konzept zum Handeln" (From Concept to Action) betont zum einen, dass bereits bestehende Projekte und Systeme miteinander verknüpft und optimiert werden müssen, zum anderen, dass nur eine lückenlose Informationskette - vom Registrieren des Ereignisses bis zur Warnung der Menschen vor Ort - Schäden reduzieren und Leben retten kann.

Dabei dreht sich die Diskussion von Wissenschaftlern und Regierungsvertretern vor allem um langfristige Strategien, die verhindern können, dass Wirbelstürme, Erdbeben oder Dürreperioden folgenschwere humanitäre Katastrophen nach sich ziehen. Gerade der multidisziplinäre, wissenschaftliche Austausch der Teilnehmer ist sowohl für neue Forschungsimpulse als auch für deren praktische Umsetzung äußerst viel versprechend. Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang die genaue Analyse, wie Menschen Alarmsignale auffassen und wie sie auf Warnungen reagieren. Das bloße Bereitstellen eines technisch perfekten Kommunikationssystems ist nicht genug, und eine Schadensminimierung ist nur möglich, wenn die Bevölkerung durch eingängige und redundante Informationen ausreichend gewarnt ist.

Damit betroffene Länder ihre Bürger besser schützen können, soll eine Checkliste anerkannter Verfahren und Maßnahmen entworfen werden. Die Konferenz will damit zeigen, dass Frühwarnung effektiv funktionieren kann und Entscheidungsträgern wertvolle Instrumente zur Katastrophenvorsorge bereitgestellt werden können. Als weiteres Ergebnis wird ein Katalog zu Frühwarnprojekten erwartet, der zukünftige Partner für eine Finanzierung gewinnen möchte.

Mehr Informationen zur Dritten Internationalen Frühwarnkonferenz finden Sie hier.

CZ, iserundschmidt 03/2006