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Neuruppin: Geothermie fuer Hotel- und Freizeitkomplex, Fernwaerme fuer die Stadt

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:28

Nun wird auch Neuruppin in Brandenburg zu einer geothermischen Stadt: In rund 1700 Metern Tiefe findet sich eine Schicht (Aquifer) mit 60 ?C warmem, salzhaltigem Thermalwasser (Sole). Ueberlegungen und Aktivitaeten, diese fuer eine umweltfreundliche und klimaschonende Waermeversorgung einzusetzen, gibt es bereits seit den Achtziger Jahren.

Nun wird es ernst: Im Jahr 2005 geht ein Hotel- und Freizeitkomplex in Betrieb, der die im Untergrund reichlich vorhandene geothermische Energie nutzen wird. Darueber hinaus soll auch das Fernwaermenetz der Stadtwerke von dieser sauberen Ressource profitieren.

Installiert wird eine sogenannten geothermische Dublette mit einer Foerder- und einer Injektionsbohrung. Das warme Wasser wird zur Oberflaeche gebracht, ueber Waermetauscher ausgekuehlt und wieder in den Aquifer zurueckgeschickt.

Beide Bohrungen befinden sich auf dem selben Grundstueck, die eine senkrecht abgeteuft, die andere in der Tiefe abgelenkt. Dadurch erhaelt man im Untergrund genuegend Abstand zwischen beiden Endpunkten.

Der Hotel- und Freizeitkomplex erhaelt Niedertemperaturheiznetze. Somit kann das 60 ?C warme Wasser auf direktem Wege einen hohen Anteil an der Waermeversorgung der Anlage uebernehmen. Ein Teil der Foerdermenge ist fuer die Waermeversorgung der Neuruppiner Bevoelkerung vorgesehen. Im Fernwaermenetz der Stadtwerke werden jedoch hoehere Temperaturen benoetigt, als die Bohrung liefert. Die fehlenden Grade werden mit Hilfe von Gasmotorwaermepumpen hinzugefuegt.

Das Neuruppiner Thermalwasser liefert aber nicht nur Energie. Sie ist wegen ihrer vermuteten gesundheitsfoerdernden Inhaltsstoffe aller Voraussicht nach auch hervorragend fuer die Verwendung in einem Solebad geeignet, was die Attraktivitaet des Standortes erheblich verbessern duerfte.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Pressemitteilung der Geothermischen Vereinigung e.V., 27.07.2004