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Neuer Wetterbeobachter im All - Europäischer Wettersatellit "Meteosat 9" erfolgreich gestartet

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:32

Huckepack auf einer Ariane 5-Trägerrakete ging das zweite Exemplar der neuen "Meteosat"-Generation in der Nacht zum 22. Dezember um 23.33 Uhr MEZ auf die Reise in Richtung geostationärer Orbit. Startplatz war Europas Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Etwa eine halbe Stunde nach dem Zünden der Ariane-Triebwerke übernahm das Satelliten-Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt die Kontrolle über MSG-2 (Meteosat Second Generation), wie die Europäische Raumfahrtagentur ESA mitteilte.

"Meteosat 9" folgt damit seinem 2002 gestarteten Zwillingsbruder in eine Höhe von 36.000 Kilometern über dem Erdboden. Von dort aus soll der künstliche Trabant, mit einer Lebensdauer von etwa sieben Jahren, zusammen mit zwei weiteren MSG-Nachfolgern bis 2018 kontinuierlich Wetterdaten produzieren - unerlässlich für zahlreiche Anwendungen im Wetterdienst und der Klima- sowie Umweltüberwachung. Alle 15 Minuten liefert "Meteosat 9" in vollen 12 Spektralkanälen Wetterbilder zur Erde. Die Vorgängergeneration benötigte dafür noch doppelt so lange bei einem eingeschränkten Sichtfeld von lediglich drei Spektralkanälen.

Alle vier MSG-Satelliten werden von der ESA für die Europäische Organisation für Meteorologische Satelliten (EUMETSAT) entwickelt.

Weitere Informationen unter http://www.esa.int/msg

TM, iserundschmidt 12/2005