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Garmisch-Partenkirchen und die Satelliten

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:41

Vor 10 Jahren wurde auf der Zugspitze (2964 m)in Garmisch-Partenkirchen eine Bodenstation zur Fernerkundung der Erde, ein sog. Ground-Truthing-Center eingerichtet. Von hier aus werden Messinstrumente, die auf Satelliten die Erde umkreisen, geeicht, mögliche zeitliche Veränderungen erkannt und Langzeitmessreihen über verschiedene Satelliten-Generationen ermöglicht.


(c) Forschungszentrum Karlsruhe
Ground-Truthing-Center Zugspitze, Standort "Schneefernerhaus" mit Kuppel zur Wasserdampfmessung

Die optische Fernsondierung der Erdatmosphäre von Satellitenplattformen wird zunehmend in Forschung und Technik sowie für die Umweltüberwachung eingesetzt. Populäres Beispiel sind die Wettersatelliten, mit denen die Zuverlässigkeit der Wetterprognose signifikant verbessert worden ist.

Seit ihrer Gründung vor 10 Jahren wurde die Einrichtung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Europäischen Kommission, dem Freistaat Bayern, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), sowie den Weltraumorganisationen ESA, EUMETSAT und NASA kontinuierlich ausgebaut. Heute ist das Zentrum in Garmisch ein wichtiger Standort zur Qualitätssicherung von Satellitenmessungen, deren Bedeutung mit der zunehmenden Verbreitung und Nutzung von Daten aus Satellitenmessung stetig steigt.

In der Zukunft ist geplant, die Ergebnisse der satelliten- und bodengestützten Messreihen zusammenzufassen. Ein erstes Beispiel hierfür ist die in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen entwickelte Quantifizierung von "Hot-Spots" - die Konzentration von Stickoxiden und anderen Spurenstoffen in der Troposphäre - die zum Beispiel durch die Emission aus Fabrikanlagen verursacht werden.