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CO2 - Ein Stoff und seine Geschichte

erstellt von aahke zuletzt verändert: 12.11.2007 09:24

Kohlendioxid – ein Stoff, der wie kaum ein anderer mit der Evolution der Erde und des Lebens verwoben ist. Ihm widmet das Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg eine Ausstellung und zeigt seine Rolle in der Entstehung der Erde, des Lebens und auch seine Auswirkungen auf das Klima – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Eine sehenswerte Ausstellung und Webseite

Kohlendioxid – ein Stoff, der wie kaum ein anderer mit der Evolution der Erde und des Lebens verwoben ist. Ihm widmet das Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg eine Ausstellung und zeigt seine Rolle in der Entstehung der Erde, des Lebens und auch seine Auswirkungen auf das Klima – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

30 Prozent: Das war der Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre der jungen Erde vor drei bis vier Milliarden Jahren. Heute sind es noch 0,038 Prozent, deren Einfluss auf das Klima jedoch als wissenschaftlich gesichert gilt. Die restlichen Prozent stecken heute in Kalksteinen, Lebewesen und natürlich den fossilen Brennstoffen, wie Öl, Gas und Kohle.

Wie das Kohlendioxid dorthin gekommen ist, welche Rolle es gespielt hat in der Entwicklung von Erde, Leben und Klima – diese Geschichte erzählt die Ausstellung, die seit dem 24. Oktober und noch bis zum 31. Juli 2008 im Wissenschaftszentrum in Augsburg zu sehen ist. Wem Augsburg zu weit weg ist, der kann sich auch auf der hervorragend gestalteten Internetseite www.co2-story.de informieren. Und vielleicht scheint dann der Weg nach Augsburg doch nicht mehr so weit. Denn die Reise lohnt sich.

Der Titel der Ausstellung „CO2 – Ein Stoff und seine Geschichte“ ist Programm für das Wissenschaftszentrum. Denn im Mittelpunkt seiner Arbeit steht immer nicht nur ein Aspekt eines Stoffes, sondern seine gesamte Geschichte. Dies ist es auch, was den Ansatz so faszinierend und so interessant macht. Denn mal ganz ehrlich: Kohlendioxid ist doch in diesen Zeiten der intensiven Klimadebatten ein so geläufiger Stoff, dass man meint alles über ihn zu wissen. Aber hätten Sie gewusst, dass Gebirge zerbröseln, wenn sie zu viel CO2 aufnehmen? Oder hätten Sie gewusst, dass im 15. Jahrhundert am Tegernsee Erdöl gefunden wurde, dem als Quirinus-Öl Heilkräfte zugesprochen wurden? Einen letzten Rest aus der versiegten Quelle können Sie in der Ausstellung genauso bestaunen, wie ein Blatt des Urbaumes. Doch es geht nicht nur um passives Aufnehmen von Informationen. Neben Rechnern mit vielen interessanten Informationen rund um den Stoff und den eigenen persönlichen Ausstoß von CO2 gibt es verschiedene Experimentierstationen rund um die Eigenschaften von CO2. Eine davon findet sich sogar in vielen Haushalten: ein Sprudelautomat. „Wenn man an diese CO2-Kartuschen einfach einen Schlauch anbaut, dann hat man ein wunderbares Spielgerät mit dem man unendlich viel machen kann: Trockeneis herstellen oder Luftballons aufblasen. Im Gegensatz zu Helium-Ballons sind diese jedoch schwerer als normale Luft und sinken zu Boden“, erklärt Projektleiter Dr. Jens Soentgen. „Wir wollten zeigen, dass CO2 kein giftiger Stoff ist, sondern ein Teil des Lebens, ein Teil der Erde. Sogar ein wichtiger: Wenn Sie aus dem Fenster sehen, alles was grün ist, war mal CO2. Wir wollen keine Werbung machen für den Stoff, aber Verständnis für ihn und seine Rolle im Kreislauf erzeugen.“ Projektleiter Jens Soentgen ergänzt: „Es ist eine Reise, die große Zusammenhänge sichtbar macht, überraschende Ausblicke eröffnet, unterhaltsame Partien verspricht, aber auch zum Nachdenken anregt.“ Denn dass unser Umgang mit CO2 das Klima beeinflusst, thematisiert die Ausstellung natürlich ebenfalls. Aber nicht als isolierte moralische Botschaft, sondern eingebettet in einen Zusammenhang, der Einsicht ermöglicht.

Zusätzliche Angebote auf der Internetseite beinhalten eine Lernplattform auf der sich Besucher weiter zum Thema informieren können und ihre eigenen Geschichten austauschen können. Dabei gibt es auch Angebote speziell für Kinder und Jugendliche. Außerdem gibt es umfangreich beschriebene Wanderungen im süddeutschen Raum, die zu Orten führen, an denen man etwas über den CO2-Kreislauf lernen kann. Diese CO2-Wanderungen werden kontinuierlich ausgebaut. Und auch die Ausstellung selbst wird ab Juli nächsten Jahres auf Wanderung gehen – den die Geschichte von CO2 ist noch lange nicht zu Ende.

Eine Ausstellung des Wissenschaftszentrums Umwelt
der Universität Augsburg

Gefördert mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und aus Mitteln der High-Tech-Offensive Zukunft Bayern

25. Oktober 2007 – 31. Juli 2008
Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr
Eintritt frei

Innocube
Universitätsstraße 1a
86159 Augsburg

Telefon 0821 598 35 60

www.co2-story.de

www.wzu.uni-augsburg.de