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Furcht vor Hurrikan Irma

erstellt von eschick zuletzt verändert: 07.09.2017 13:09

Mit Rekord-Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern fegt Wirbelsturm Irma durch die Karibik. Als erstes traf er auf die Antilleninseln und hinterließ große Verwüstungen. Doch noch ist keine Entwarnung in Sicht. Die US-Wetterbehörde NOAA prognostiziert, dass der Sturm noch drei bis vier Tage mit dieser Stärke weiterziehen wird. Unter anderem die Turks- und Caicos-Inseln, Kuba, die Bahamas und Florida rüsten sich für die Ankunft des Hurrikans.


Satellitenaufnahmen: Hurrikan Irma im NASA Worldview vom 6.9.2017. (Bild: worldview.earthdata.nasa.gov)

Satellitenaufnahmen: Hurrikan Irma im NASA Worldview vom 6.9.2017. (Bild: worldview.earthdata.nasa.gov)

Gerade noch hat der katastrophale "Harvey" Texas eine Flutkatastrophe beschert, schon wütet ein weiterer Wirbelsturm vor Nordamerik. Nur diesmal etwas weiter örtlich, in der Karibik. Mit Geschwindigkeiten von 180 Meilen, also 290 Stundenkilometern, zählt "Irma" zur höchsten Stufe 5 und hat bereits die Antilleninsel Barboda sowie französische Überseegebiete wie die Insel Saint-Martin verwüstet. Die Zahl der Todespfer steigt.

Wie konnte es so weit kommen? Tropische Wirbelstürme ziehen ihre Kraft aus den Umwälzungen in der Luft beim Aufeinanderprallen kalter Luftschichten mit von den Ozeanen angewärmten Luftmassen. Daher wird von Geowissenschaftlern ein Zusammenhang zwischen Klimawandel bzw. Erderwärmung und der Zunahme von Wirbelstürmen vermutet. Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung betonte in einem Interview mit klimaretter.info zum Wirbelsturm Irma: "Leider ist die Physik hier sehr klar: Hurrikans holen ihre zerstörerische Energie aus der Wärme des Ozeans, und die Wassertemperaturen in der Region sind überhöht."

GOES-Satellitenbild zeigt Hurrikan Irma am 5.7.2017 im Atlantik. (Bild: U.S. Navy/CC BY 2.0)

GOES-Satellitenbild zeigt Hurrikan Irma am 5.7.2017 im Atlantik. (Bild: U.S. Navy/CC BY 2.0)

Aktuelle Prognosen und Warnungen zu Hurrikan Irma

Wettergefahren-Frühwarnung des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology und KIT- Institut für Meteorologie und Klimafoschung, Karlsruher Institut für Technologie: Hurrikan 11L "Irma" - Warnung

US-Wetterbehörde NOAA - National Oceanic and Atmospheric Administration: National Hurricane Center

Satellitenbilder zum Verlauf des Sturms: NASA Worldview

Berichte und Nachrichten


Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung:
Hurrikan Irma: "Energie aus der Wärme des Ozeans"

Portal klimaretter.info:
Rekordsturm "Irma" erreicht Karibik


Ein Dossier der Redaktion planeterde mit Material von NOAA und PIK, September 2017