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Brettspiel "Keep Cool" - Klimaverhandlungen gehen in die zweite Runde

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:45

Die zweite Auflage des Brettspiels "Keep Cool - Setzen Sie das Klima aufs Spiel" ist soeben erschienen



In einer Partie "Keep Cool" stellen drei bis sechs Spieler ab zwölf Jahren Staatengruppen wie Europa, die Opec oder die Entwicklungsländer dar. Für ein bis zwei Stunden können sie zwischen "schwarzem" und "grünem" Wachstum wählen, sich aber auch an unvermeidbare Klimafolgen wie Dürren und Überschwemmungen anpassen. Diese nehmen an Stärke zu, wenn die Welttemperatur steigt. Zudem gilt es, Lobbygruppen wie die Ölindustrie oder Umweltverbände zu berücksichtigen. Es gewinnt der Spieler, der Klimaschutz und Lobby-Interessen am besten in Einklang bringt. Wenn aber einige zu rücksichtslos vorgehen, verlieren alle.

Nach nur vier Monaten war die erste Auflage des Brettspiels vergriffen - ein großer Erfolg für die Wissenschaftler Klaus Eisenack und Gerhard Petschel-Held, die das Spiel am Potsdam- Institut für Klimafolgenforschung (PIK) entwickelt haben. "Wir haben es geschafft, mit Keep Cool einen neuen Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu initiieren", freut sich Gerhard Petschel-Held, einer der beiden Spieleautoren, Physiker und Leiter der Abteilung "Integrierte Systemanalyse" am PIK. Mit dem großen öffentlichen Interesse haben die beiden Spieleautoren nicht gerechnet, schließlich war es auch ein Wagnis für die Wissenschaftler, die spielerische Auseinandersetzung mit ihrem Forschungsthema, dem Klimawandel, zu suchen. "Aha-Effekte, wie etwa die in Keep Cool erfahrbaren Interessenkonflikte im Klimaschutz, und spannende Diskussionen sind die Highlights von Keep Cool, wie Rückmeldungen aus Spielrunden vielfach gezeigt haben". Der Erfolg von "Keep Cool" und die durch das Spiel angestoßenen Lern- und Austauschprozesse machen deutlich, dass es sich auch für Wissenschaftler lohnt, neue Kommunikationswege zu beschreiten.

Weitere Informationen zum Spiel erhalten Sie hier
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung