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Okinawa-Declaration zum Korallen-Schutz - Riffe weltweit in kritischem Zustand

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:45

Korallenriffe sind weltweit in kritischem Zustand - diese Botschaft brachte Dr. Helmut Schuhmacher, Professor fuer Hydrobiologie an der Universitaet Duisburg-Essen auf dem Campus Essen, vom zehnten "International Coral Reef Symposium" in Okinawa mit. Schuhmacher war als Vorstandsmitglied und nationaler Repraesentant der "International Society for Reef Studies" bei dem alle vier Jahre stattfindenden "Gipfeltreffen" der Korallenriff-Wissenschaftler.

In den vergangenen zwanzig Jahren sei ein gravierender Verfall der Korallen-Bestaende zu beobachten gewesen, so Schuhmacher. Bis zu 70 Prozent der weltweiten Korallenriffe seien inzwischen stark geschaedigt, nur 30 Prozent hiervon haetten ein Erholungspotential. Besonders stark betroffene Gebiete laegen in Suedostasien und in der Karibik. Die Restaurierung der geschaedigten Riffe wuerde Jahrzehnte dauern.

Abgestorbenes Korallenriff:


(c) Tauchsport- und Forschungsgemeinschaft Siegerland e.V.

Die insgesamt 1 400 Symposiums-Teilnehmer beschlossen daher eine Okinawa-Declaration, in der sie alle Regierungen und internationalen Organisationen aufrufen, Korallenriffe umfassend zu schuetzen, zerstoererische Fischereimethoden einzustellen, die Einschwemmung von Sediment und Giftstoffen vom Land zu unterbinden und geschaedigte Riffe zu restaurieren.

Intaktes Korallenriff:


(c) California Academy of Sciences

Riffe haben im Naturhaushalt wichtige Funktionen im Kuestenschutz und im Bilden genetischer Ressourcen. Ausserdem sind sie von grosser Bedeutung fuer die Fischerei. Ohne rasche Hilfe koennten die bedeutenden Funktionen nicht mehr aufrechterhalten werden, sagen die Symposiums-Teilnehmer voraus. Zunehmende Bedrohungen fuer Korallenriffe liegen in der globalen Erwaermung, der regionalen Verbauung der Kuesten, dem Eintrag von Schadstoffen, zerstoererischen Fischereipraktiken und Tourismusaktivitaeten.

Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen 20.07.2004