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Olympia-Wetterbericht für Sotschi

erstellt von eschick zuletzt verändert: 07.02.2014 16:43

Bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi kämpfen rund 150 deutsche Athleten zwei Wochen lang um Medaillen und Platzierungen. Neben Leistung und Material könnte auch das Wetter die Wettkampfentscheidungen beeinflussen. Um sich darauf optimal einzustellen, erarbeiten Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie für die deutschen Olympia- und Paralympiateams passgenaue Wetterprognosen für die Wettkampfstätten.

Austragungsort der Schneesportwettkämpfe der Winterolympiade 2014: Die Bergregion Krasnaya Polyana bei Sotschi. (Bild: Ivanaivanova/Wiki Commons)„Das Schwarze Meer auf der einen Seite, den Kaukasus auf der anderen; das stellt auch die Wettervorhersagemodelle vor besondere Herausforderungen. In solch komplexem Gelände wie um Sotschi herum ändert sich das Wetter oft auch kurzfristig und die Wetterereignisse können heftig ausfallen“ erklärt Bernhard Mühr, Meteorologe vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). „Da gilt es bis kurz vor Start die aktuellsten Daten parat zu haben.“ Dem deutschen Team werden exklusiv Wetterprognosen bis zu 72 Stunden im Voraus als Karten, Diagramme und Tabellen zur Verfügung gestellt und 4 Mal am Tag aktualisiert. Über das Internet können alle Informationen vor Ort abgerufen werden. Gerade für die Ski-Wettbewerbe und die Präparierung der Ski sind möglichst genaue Wetterinformationen nötig. Von besonderem Interesse sind Zeitpunkt, Menge und Art des Niederschlags, die Temperaturen, die Feuchtigkeit oder die Strahlungsverhältnisse.

Für die hoch aufgelösten Wetterprognosen arbeiten das Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK) des KIT mit der Plattform Wetterzentrale.de zusammen. Eingebettet ist die Arbeit in das Projekt „Snowstorm“ des MikroTribologie Centrum µTC, einer gemeinsamen Initiative des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM und des Karlsruher Instituts für Technologie. Zuletzt hat das IMK bei der Segelflugweltmeisterschaft in Argentinien im Januar 2013 das Deutsche Team mit hoch aufgelösten Wetterinformationen unterstützt. Bernhard Mühr ist auch als Wetterberater im Automobilrennsport tätig.


Quelle: Karlsruher Institut für Technologie, Februar 2014