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Wetterballon zum Mars getestet

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:46

Wissenschaftler der Universität der Bundeswehr München haben auf Parabelflügen erfolgreich die Funktion eines Forschungsballons für eine Marsmission im Jahr 2009 gestestet.

Auf drei Parabelflügen fliegt der Airbus A300 je 31 parabelförmige Flugbahnen in denen die Maschine jeweils für ca. 22 Sekunden schwerefrei ist. Unter diesen Bedingungen wurde die Entfaltung des Forschungsballons in einem Zustand der Schwerelosigkeit erfolgreich getestet.


(c) ESA

Die eigentliche Mission des Forschungsballons ARCHIMEDES ist für das Jahr 2009 geplant. Dabei wird der verpackte Ballon samt seiner Nutzlast und dem Aufblassystem an Bord der Raumsonde MSAT P5-A zum Mars gebracht und nach Einschwenken in eine Umlaufbahn um den Mars, vom Satelliten getrennt, auf einen Eintrittskurs gebracht und aufgeblasen. Dabei soll der Forschungsballon zwei bis neun mal die Atmosphäre des Mars durchfliegen, bis das Raumfahrzeug so langsam wird, dass es in der Atmosphäre verbleibt, und innerhalb von ca. 90 Minuten bis zur Oberfläche absinkt.

Der große aerodynamische Widerstand, der Auftrieb und das geringe Gewicht des Ballons ermöglichen es, ein sehr genaues Höhenprofil der Atmosphäre zu erstellen und die Windgeschwindigkeit in verschiedenen Höhen zu messen. Weiterhin bietet ARCHIMEDES erstmals die Gelegenheit, mit Beschleunigungsmessern die Struktur der Hochatmosphäre des Mars oberhalb von etwa 140 km zu erforschen. "Gelingt die Mission, haben wir den ersten Wetterballon zum Mars geschickt." so der Projektleiter.