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Wissenschaftler berechnen Erdbebenkatastrophe in Haïti

erstellt von rduechting zuletzt verändert: 22.01.2010 14:25

Das schwere Erdbeben, das sich in Haïti mit Magnitude 7.0 ereignete, haben Potsdamer Forscher registriert und dessen Herddimension berechnet. Diese gibt Auskunft über die Ursache des Bebens und mögliche Folgen.

Das Erdbeben in Haïti kam nicht überraschend. Die Region liegt in einer sehr aktiven seismischen Zone, in der es regelmäßig zu größeren Beben kommt. Die tektonische Situation ist vergleichbar mit der nordamerikanischen St.-Andreas-Verwerfung, an der auch regelmäßig sehr starke Beben auftreten. Die Region Haïtis ist durch eine tektonische Plattengrenze charakterisiert, an der sich in einer lateralen Bewegung die karibische und die nordamerikanische Platte aneinander vorbei bewegen. Der jährliche Versatz der Platten beträgt rund 20 mm, wobei die karibische Platte langsam ostwärts driftet, während die nordamerikanische Platte westwärts wandert.

Nachdem das aktuelle Beben mit Potsdamer Instrumenten sofort erfasst wurde (siehe hier), konnte mit einer neuen, am Institut für Erd- und Umweltwissenschaften der Universität Potsdam entwickelten Methode sehr schnell die räumliche Ausdehnung des Bebens berechnet werden (siehe hier). Auf Grundlage dieser Abschätzungen können die Potsdamer Forscher nun recht genaue Rückschlüsse auf den zeitlichen und räumlichen Ablauf des Bruchvorgangs und die räumliche Verteilung der zu erwartenden Nachbeben ziehen.

Eine Animation für die zeitliche Abfolge des Bebens finden Sie hier.


(Pressemitteilung der Universität Potsdam, Januar 2010)
Verweise
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