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Starkbeben vor der Küste Chiles

erstellt von rduechting zuletzt verändert: 02.04.2014 12:08

Am 1. April 2014 ereignete sich um 20:46 chilenischer Zeit (2. April, 01:46 Mitteleuropäische Sommerzeit) vor der Küste Nordchiles (Region Tarapaca) ein Erdbeben der Stärke 8.1. Das Ereignis wurde von den Messstationen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aufgezeichnet. Das Erdbeben fand in einer Tiefe von etwa 20 km statt. Erdbeben dieser Größenordnung weisen eine Bruchlänge von weit mehr als 100 km auf.

Das Epizentrum des Bebens befand sich etwa 100 Kilometer vor der Küste Chiles. (Bild: NOAA)Nach ersten Medienberichten sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die chilenische Notfallbehörde ordnete die Evakuierung der Städte Iquique und Arica an. Im Gebiet um Iquique wurde ein lokal begrenzter Tsunami von etwa 2 m Höhe beobachtet.

Die Westküste Südamerikas ist häufiger von sehr starken Erdbeben betroffen. Hier verschiebt sich die sogenannte Nazca-Kontinentalplatte gegen die südamerikanische Platte mit einer mittleren Bewegungsrate von etwa 6 bis 8 cm pro Jahr. Sie taucht dadurch unter ihr ab (Subduktion). Durch die dabei auftretenden Spannungen werden Erdbeben erzeugt.

So ereignete sich 2010 in der Region Maule (Zentralchile) ein Erdbeben mit der Magnitude 8.8. Das bisher weltweit größte instrumentell registrierte Erdbeben wurde 1960 ebenfalls in Chile (vor Valdivia) mit der Stärke 9.5 registriert.


Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, April 2014