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Fossile Reptilien und Seelilien im Guanling - internationale Geologen-Kooperation in Suedchina

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:47

Seit 2 Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Geologen der Martin-Luther-Universitaet Halle-Wittenberg und chinesischen Wissenschaftlern bei der Bergung und Auswertung von Funden in einer Fossillagerstaette im suedchinesischen Guanling. Dort findet man sensationell gut erhaltene Fossilien aus dem Trias von vor etwa 230 Millionen Jahren.

Am 4. August 2004 wurden drei hochrangige Gaeste aus China im Rektorat der Universitaet von Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn, Prorektor fuer Studium und Lehre, empfangen. Die Besucher - der Vizedirektor des Instituts Prof. Dr. Yan Daoping, der wissenschaftlichen Direktor Prof. Dr. Wang Xiaofeng sowie der Landrat von Guanling County Wang Mengzhou - vom Institute of Geology and Mineral Resources von Yichang (Provinz Hubei), das zum Geological Survey of China gehoert und fuer die geologische Bearbeitung eines grossen Teils von Suedchina zustaendig ist, sind vom 29. Juli bis 8. August 2004 Gaeste des Instituts fuer Geologische Wissenschaften der Martin-Luther-Universitaet.


(c) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

In den ersten Tagen ihres Aufenthalts in Deutschland besuchten sie, begleitet von Prof. Dr. Gerhard H. Bachmann vom Institut fuer Geologische Wissenschaften der halleschen Universitaet, verschiedene Orte in Sueddeutschland, so das Naturkundemuseum in Stuttgart und das Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt am Main. In Halle werden sie sich u. a. im Institut fuer Geologische Wissenschaften und im Geiseltalmuseum sowie im Landesamt fuer Geologie und Bergwesen ueber Bergung, Praeparation und Ausstellung derartiger Fossilfunde informieren. Ab morgen steht dann der Norden auf dem Programm: u. a. das Niedersaechsische Landesmuseum in Hannover sowie die Bernburger Muschelkalk verarbeitenden Sodawerke Solvay und Schwenk-Zement Bernburg.

In der Gegend von Guanling wurde erst vor wenigen Jahren eine Fossillagerstaette aus dem Trias (vor etwa 230 Millionen Jahren) mit ausserordentlich gut erhaltenen grossen Meeresreptilien, Seelilien und anderen Versteinerungen entdeckt.

Zu den Forschungsschwerpunkten von Professor Bachmann zaehlen eben solche Trias-Formationen (die man auch in Europa findet), so dass die Zusammenarbeit - an der sich seit 2002 weitere deutsche und europaeische Geologen beteiligen: Dr. Hans Hagdorn (Muschelkalkmuseum Ingelfingen), Dr. Martin Sander (Institut fuer Palaeontologie, Universitaet Bonn) und Dr. Gilles Cuny (Geologisches Museum, Universitaet Kopenhagen) - eine gute Basis hat. Gemeinsam werden die Bedingungen, die zur Ablagerung und Erhaltung dieser Fossilien gefuehrt haben, erforscht.

Bereits Ende August 2004 werden Professor Bachmann und andere Geologen erneut an den erwaehnten "Fossillagerstaetten" - uebrigens ein international gebraeuchlicher Fachterminus - in Suedchina sein.

Massgeblich unterstuetzt werden die Arbeiten, in die auch Studenten und Doktoranden der Geologischen Universitaet Wuhan einbezogen sind, von der besonders fuer Kunst und Kultur engagierten WUeRTH-Stiftung.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier

Pressemitteilung Martin-Luther-Universitaet Halle-Wittenberg, 05.08.2004