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Digitaler Blick auf Pflanzen und Landschaften

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 20.09.2015 17:33

Sensoren, digitale Bildverarbeitung und moderne Softwareloesungen tragen dazu bei, dass auch Agrarflaechen immer praeziser und effizienter bewirtschaftet werden koennen. Wie das geht, darueber berichtet der ForschungsReport, das Wissenschaftsmagazin des Senats der Bundesforschungsanstalten, in seiner neuesten Ausgabe.

Sensoren, digitale Bildverarbeitung und moderne Softwareloesungen tragen dazu bei, dass auch Agrarflaechen immer praeziser und effizienter bewirtschaftet werden koennen. Unkrautbekaempfungsmittel sollen dort hingelangen, wo Unkraut waechst und nicht in angrenzende Baeche. Heterogene Ackerflaechen sollen genau die Duengermengen erhalten, die die Pflanzen aufgrund der kleinraeumigen Boden- und Wasserverhaeltnisse benoetigen. Und Ertraege sollen moeglichst schon im Fruehjahr voraussagbar sein. Wie das geht, darueber berichtet der ForschungsReport, das Wissenschaftsmagazin des Senats der Bundesforschungsanstalten, in seiner neuesten Ausgabe. Wissenschaftler aus dem Forschungsbereich des Bundesministeriums fuer Verbraucherschutz, Ernaehrung und Landwirtschaft lassen sich ueber die Schulter schauen und geben einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte.

 

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Bildschirmfoto vom interaktiven Lenné3D-Player (Echtzeit Renderer), Szenario für den Nördlichen Elmhang, (IS-Daten vom "Interaktiven Landschaftsplan Königslutter"

(c) Leibniz-Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) e.V.

 

Korrespondierend zum Jahr der Technik 2004 hat der aktuelle ForschungsReport das Thema Agrartechnik zum Schwerpunkt gemacht. Wer dabei an die Konstruktion neuer Trecker und Maehdrescher denkt, liegt nur bedingt richtig. Zukunftsweisende Schluesseltechnologien wie Mikroelektronik, optische Technologien und Informationstechnologie haben Einzug in die Agrartechnik gehalten. Mit Hilfe digitaler Landschaftskarten und dem satellitengestuetzten Ortungssystem GPS wird es zum Beispiel moeglich, Herbizidspritzungen durch den Bordcomputer eines Traktors so zu steuern, dass angrenzende Saumbiotope wie Bachlaeufe oder Hecken automatisch weniger belastet werden. Per Computer schalten sich Spritzduesen am Rande des Feldes ab oder es wird auf spezielle abdriftmindernde Duesen, die am Spritzgestaenge montiert sind, umgeschaltet. Experten der Biologischen Bundesanstalt fuer Land- und Forstwirtschaft (BBA) haben ein entsprechendes Verfahren entwickelt, das es dem Landwirt vor Ort erleichtert, Abstandsauflagen einzuhalten und gleichzeitig zu dokumentieren, dass er seine Pflanzenschutzmassnahmen korrekt ausgefuehrt hat.

 

Computeranimierte Landschaften sind uns durch Videospiele und Kinofilme vertraut. Doch meist sieht man es den virtuellen Bildern an, dass sie aus der Retorte kommen. Das Leibniz-Zentrum fuer Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) im brandenburgischen Muencheberg gibt sich damit nicht zufrieden. Gemeinsam mit Partnern hat es ein 3D-System entwickelt, dass Landschaftsszenen in bisher unerreichter Qualitaet fotorealistisch aus Spaziergaengersicht visualisieren kann. Ob ein Wald abgeholzt oder Flaechen stillgelegt werden sollen, Buerger oder Behoerden koennen jetzt direkt am Computer verfolgen, wie sich eine solche Entscheidung auf das Landschaftsbild auswirkt. Das System berechnet Pflanzenverteilungen, die anschliessend mit Millionen von detailreichen 3D-Pflanzen auf heutigen PCs fluessig dargestellt werden koennen. Der Prototyp wird zurzeit im oestlichen Niedersachsen im Rahmen des "Interaktiven Landschaftsplans Koenigslutter" eingesetzt.

 

Der 52 Seiten starke ForschungsReport 1/2004 mit dem Schwerpunktthema "Agrartechnik" ist kostenlos zu beziehen:

 

Geschaeftsstelle des Senats der Bundesforschungsanstalten

Messeweg 11/12

38104 Braunschweig

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Weitere Informationen zu ZALF.