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erstellt von admin zuletzt verändert: 06.03.2015 11:36

Zahn mit Bedeutung
Ein schlecht erhaltener Unterkiefer und ein einzelner Backenzahn vom Balkan haben einen voraussichtlich jahrelangen Streit um die frühesten Vorfahren des Menschen ausgelöst. In "PLoS One" haben Wissenschaftler der Universitäten Tübingen und Toronto sowie vom Naturkundemuseum in Sofia den bislang als primitive Affenart eingestuften Graecopithecus zum bislang ältesten bekannten Vorfahren des Menschen befördert.
Wechsel in der Ahnengalerie
Das jüngst entdeckte Mitglied der menschlichen Gattung sucht noch seinen Platz im Stammbaum. Australische und amerikanische Wissenschaftler haben jetzt im "Journal of Human Evolution" den Homo floresiensis, auch Hobbit genannt, ganz an die Basis der menschlichen Gattung gesetzt. Sie bezeichnen ihn als "Schwesterart" des frühen Homo habilis. Damit käme der Hobbit zum einen auf eine für Menschenarten extrem lange Zeitspanne: Homo habilis ist rund zwei Millionen Jahre alt, die jüngsten Hobbit-Funde etwa 54.000. Er wäre andererseits auch Beleg für eine ganz frühe Migration der Homo-Vertreter aus Afrika in die Welt, die bislang nicht bekannt war.
Gletscherretter im Oberengadin
Weltweit sind die Hochgebirgsgletscher auf dem Rückzug. In den europäischen Alpen schrumpfen die Eisströme im Rekordtempo und stellen absehbar nicht nur die Sommerskigebiete vor Probleme. Am Morteratsch-Gletscher im Schweizer Oberengadin wird in diesem Jahr eine Methode erprobt, dem Gletscher wieder zu mehr Masse zu verhelfen. Auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union in Wien stellten die Initiatoren das Projekt vor.
Risiko für tiefe Vorkommen
Gut die Hälfte der Grundwasservorräte auf unserem Planeten bestehen aus sogenannten fossilen Vorräten, also solchen, die in menschlichen Zeiträumen nicht mehr aufgefüllt werden. Bislang gingen Experten davon aus, dass die fossilen Wasservorkommen durch ihre große Tiefe isoliert und damit auch vor den Schadstoffen der Oberfläche besonders geschützt seien. Eine Bestandsaufnahme in "Nature Geoscience", die zeitgleich auch auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union in Wien vorgestellt wurde, zieht diese Annahme in Zweifel.