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erstellt von admin zuletzt verändert: 06.03.2015 10:36

"Blutende" Wasserfälle am Gletscher
Die Antarktis erscheint als lebensfeindlicher Eiskontinent, der nur an den Rändern von gut angepassten Spezialisten bewohnt werden kann. Dieser Eindruck trügt offenbar, denn mehr und mehr stellt sich heraus, dass auf dem Südkontinent zwischen Eispanzer und Gesteinsbett eine Zone mit Seen und Flüssen existiert, die von überraschend vielfältigen mikrobiellen Ökosystemen besiedelt ist. Mittlerweile kennt man Mikrobengemeinschaften selbst unter dem gewaltigen Eispanzer der Ostantarktis. Von einem besonders auffälligen Fund in den trockensten Tälern des Kontinents haben Forscher auf der Herbsttagung der Amerikanischen Geophysikalischen Union in San Francisco berichtet.
Geburt einer Plattengrenze
Im Indischen Ozean hat sich 2012 eines der stärksten Erdbeben ereignet, das jemals innerhalb einer Krustenplatte gemessen wurde. Da das betreffende Gebiet unter mehr als 4000 Meter Wasser liegt, hat die Menschheit wenig davon mitbekommen, doch die Wissenschaftler wurden hellhörig. Eine Gruppe um den in Paris arbeitenden Satish Singh glaubt, dass das Beben die Entstehung einer Plattengrenze markiert. In „Science Advances“ haben die Forscher ihre Ansicht näher vorgestellt.
Aufwallungen unter Neuengland
Das US-Projekt Earthscope war eines der größten seismologischen Vorhaben der Geschichte. Zwischen 2008 und 2013 wurde die gesamte kontinentale Landfläche der USA bis in große Tiefe seismologisch durchleuchtet. Die Auflösung der Daten sucht seinesgleichen. Nach und nach werden jetzt die ersten Ergebnisse publiziert, die auf dem einzigartigen Datensatz beruhen. Zu ihnen gehört ein ungemein detailliertes Bild von Mantelaufwallungen unter den Neuenglandstaaten, das auf der Herbsttagung der US-amerikanischen Geophysikalischen Union AGU in San Francisco präsentiert wurde.
Eine Kolonie wurde abgewickelt
Das Schicksal der Wikinger, die unter Erik dem Roten Grönland entdeckten, ist eines der großen Rätsel der nordischen Geschichte. Bislang wird es als eine Tragödie interpretiert, an deren Ende die letzten Siedler in einer lebensfeindlichen Umwelt wahlweise von Inuit erschlagen oder an Hunger oder Krankheiten zugrunde gingen. Neueste Erkenntnisse aus Archäologie und Naturwissenschaften deuten jedoch auf eine andere Geschichte hin: auf eine Kolonie, der die wirtschaftliche Grundlage abhanden kam.