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Exzellenz durch starke Wissenschaft - Exzellenzcluster Meeresforschung beantragt

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

"Die Ozeane werden sich in Zukunft grundlegend verändern", so Dr. Klaus Wallmann, der Koordinator des zukünftigen Exzellenzclusters Meereswissenschaften. "Um die Risken richtig einschätzen zu können und die Chancen zu nutzen, müssen wir das System Ozean weit besser als bisher verstehen. Der tiefe Ozean ist immer noch weitgehend unerforscht und wird in Zukunft die Lebensbedingungen auf der Erde fundamental beeinflussen. Zur Lösung dieser Fragen baut man an den Universitäten Kiel und Lübeck auf die maritime Kompetenz aus vier Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität und zwei Leibniz- Instituten.

Die in Kiel vorhandene wissenschaftliche Exzellenz, die durch drei Forschergruppen und zwei Sonderforschungsbereiche dokumentiert und hier bereits von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, trägt der Komplexität des Themas Rechnung: der Ozean als "Schaltstelle" im System Erde.

Die Weltmeere werden durch den Anstieg der Kohlendioxidwerte in der Atmosphäre grundlegend verändert. Die jetzt schon zu beobachtende Versauerung und Erwärmung des Meerwassers bedroht die Lebensgrundlage vieler Organismen, und es ist mit weitreichenden Veränderungen in der Ozeanzirkulation zu rechnen. Der Meeresspiegelanstieg bedroht die dicht besiedelten Küstenregionen der Erde. Plattentektonische Prozesse sind Auslöser für Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis. Die Überfischung der Meere und der Klimawandel führen zu weiteren Veränderungen in der Zusammensetzung der marinen Ökosysteme.

Neben diesen Risikoszenarien, die im Cluster untersucht werden sollen, spielt auch der Ressourcenaspekt eine große Rolle. Hier reicht das Spektrum von den genetischen und mikrobiologischen Ressourcen der Meere über metallische mineralische Rohstoffe bis hin zu den Gashydraten als mögliche Energielieferanten der Zukunft. Diese Fragestellungen sollen mit meereswissenschaftlichen, ökonomischen, juristischen und medizinischen Ansätzen sowie unter Einsatz von innovativen Technologien der Ozeanbeobachtung umfassend und interdisziplinär untersucht werden.

Die Christian-Albrechts-Universität arbeitet für diesen Forschungsantrag eng mit dem angegliederten Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und dem Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) zusammen. Im Bereich der Meereswissenschaften wird der Schwerpunkt auf Nachwuchsforschergruppen gelegt, die das System Ozean von ganz verschiedenen Seiten betrachten.