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Neuer Lehrstuhl und neuer Studiengang: TU München bekennt sich zur Nukleartechnik

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

TU-Präsident Herrmann: "Deutsche Ingenieurkompetenz wird energiepolitischen Fehleinschätzungen nicht geopfert!" - Energiegewinnung durch Kerntechnik noch lange unverzichtbar - Erheblicher Bedarf an Experten - Allianz mit Frankreich

Die Technische Universität München richtet unter fachlicher Führung der Fakultät für Maschinenwesen (Garching) einen Lehrstuhl für Nukleartechnik ein. Parallel dazu nimmt der neue Master-Studiengang "Nuclear Technology" seinen Betrieb auf. Partner sind das Institut National des Sciences et Techniques Nucléaires (INST) und die École Central in Paris.

"Für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands wird die Kernenergie noch lange Zeit ein entscheidender Faktor sein", sagte TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann zur Begründung der Entscheidung seiner Hochschule. "Allein bis zum Jahre 2010 besteht ein Bedarf an ca. 1700 neuen Kerntechnik-Experten in Deutschland, wenn man Rückbau-Maßnahmen bestehender Reaktoren einbezieht." Expertenmangel sei bereits heute spürbar. Er sagte weiter: "Deutschland und Frankreich sind international die ersten Adressen der nukleartechnischen Kompetenz. Das muss so auch bleiben!"

Der 3-semestrige Master-Studiengang bildet Ingenieure aus, die für den Bau bzw. Rückbau sowie für die Reaktortyp-Prüfung, Optimierungsforschung, Anlagensicherheit und Entwicklung neuer Kernkraftkonzepte umfassend ausgebildet sind. Eine der Ausbildungskomponenten ist die Reaktorphysik, die sich u.a. mit dem Brennstabverhalten und der Kernauslegung befasst. Der Unterricht findet in Garching und Paris statt. Für den erfolgreichen Abschluss gibt es ein Doppeldiplom. Studienbeginn: Wintersemester 2005/06.

Gleichzeitig mit der Nukleartechnik stärkt die TU München die Energieforschung auch auf dem Gebiet der alternativen Energien. Hierfür wird der Lehrstuhl "Energiesysteme" eingerichtet.