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Der Tag des Geotops - seit 2002 Einblicke in die Erdgeschichte für jedermann

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:34 — abgelaufen

Bundesweit findet der Tag des Geotops (www.tag-des-geotops.de) jeweils am 3. Sonntag im Monat September statt (für 2005: Sonntag, 18. September 2005). Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwick-lung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile. Als Dokumente der Erd- und Lebensgeschichte sind sie von besonderem Wert.

Verantwortlich für das Konzept sind die Fachsektion GeoTop in der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover und die Paläontologische Gesellschaft.

Schirmherr ist die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung. Der Tag des Geotops wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der UNESCO unterstützt.

Aufschlüsse sind natürlich geschaffene oder vom Menschen freigelegte Gesteinsanschnitte, die wesentliche Einblicke in die Bewegungsabläufe und Umformungsprozesse bei der Entwicklung der Erdkruste geben. An ihnen kann man Schichtungsmerkmale und interne Strukturen von Gesteinen erkennen, die Rückschlüsse auf Transport- und Ablagerungsvorgänge sowie biologische, chemische und klimatische Prozesse in der Vergangenheit gestatten. Sie sind Belege für die Erdgeschichte und die Entwicklung des Lebens.

Landschaftsformen und Einzelbildungen wie Einzelfelsen, Kliffs, Erdfälle, Dolinen, Karsthöhlen, Flussterrassen, Inselberge und Dünen entstehen durch Verwitterung, Abtragung und Umlagerung. Auch die in den Eiszeiten entstandenen Moränen, Kames, Findlinge, Tunneltäler, Gletschermühlen, Gletscherschliffe und Oser sind landschaftsgestaltende Geotope. Ebenso sind Einschlagkrater von Meteoriten sowie durch vulkanische Aktivitäten oder das Eindrin-gen von Magma in die Erdkruste entstandene Landschaftsformen und Einzelbildungen.

Austritte von Grundwasser wie Schicht-, Überlauf-, Karst- und artesische Quellen sowie Mineral-, Thermal- und Solequellen haben eine herausragende Bedeutung für das Leben auf unserer Erde.

Ziel des Tag des Geotops ist es, bundesweit mit allgemein verständlichen Informationen Geotope vorzustellen. Hierunter sind auch zahlreiche Naturdenkmäler, die unter einem besonderen Schutz stehen sowie Betriebe der Steine- und Erdenindustrie, die einer betrieblichen Sicherung unterliegen und deshalb sonst nicht zugänglich sind. Zielgruppen sind v.a. die interessierte Öffentlichkeit.

Gestaltet wird der Tag des Geotops von Geo-Museen, Geowissenschaftlichen Vereinigungen, Universitätsinstituten, Heimatvereinen, den Betreibern von Geoparks, Geologischen Wanderpfaden und Lehrpfaden, Besucherbergwerken, Schauhöhlen, Findlingsgärten, Gesteinsgärten, Moorgärten und ähnlichen Einrichtungen.

Federführung und Koordinierung der Vorbereitung und Durchführung des Tages obliegen den Geologischen Diensten der Länder. Diese sind auch Ansprechpartner für die Kooperation mit den Rohstoffunternehmen, die zu diesem Tag ihre Betriebe zur Besichtigung öffnen.

Eingeladen wird im gesamten Bundesgebiet zum Besuch von geologisch und erdgeschichtlich herausragenden und sehenswerten Aufschlüssen, Landschaftsformen und Geo-Einrichtungen, wie Geo-Museen, Geoparks, Geologischen Wanderpfaden und Lehrpfaden, Besucherbergwerken, Schauhöhlen, Findlingsgärten, Gesteinsgärten, Moorgärten und ähnlichen Einrichtungen. Hierbei wird über die Wechselwirkungen im System Erde informiert, damit die Eingriffe des Men-schen auf die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe im Zusammenhang von Nutzung und Schutz der natürlichen Ressourcen verständlich werden.

Präsentiert werden die Geotope abhängig von den örtlichen und geologischen Gegebenheiten als

  • Geführte Exkursionen (Bus, PKW, Fahrrad, Wanderung)
  • Besichtigungen oder Führungen zu festen Zeitpunkten von bestimmten Lokalitäten aus
  • Individuelle Besichtigungen von Geotopen über den ganzen Tag.

Betretungserlaubnisse der Geotope durch die Grundstückseigentümer und Versicherungsfragen zu Unfallrisiken sind von den jeweiligen Veranstaltern abzuklären. Für länderübergreifende Fragen sind die in der Anlage angegebenen Ansprechpartner der drei Trägergesellschaften zuständig.

Sammeln von Fossilien und Mineralien ist nur in ausdrücklich dafür ausgewiesenen Aufschlüssen gestattet. Dort können Besucher ihre an diesem Tag gemachten Funde von Fachleuten bestimmen lassen. Die rechtlichen Bestimmungen sind unbedingt zu beachten.

Aktuelle Informationen sind hier zu finden.

Zusätzlich sind die Fachsektion GeoTop über das Portal www.geo-top.de, die AGH über www.geoakademie.de und die Paläontologische Gesellschaft über www.palaeo.de/palges mit den Geotopdateien der Geologischen Dienste der Länder verlinkt.

Links:

Auf Anforderung zugesandt wird das zum Tag des Geotops herausgegebene Plakat (ca. DIN A1) über die Ansprechpartner in den Geologischen Diensten der Länder

Verantwortlich:

  • Prof. Dr. Ernst-Rüdiger Look, Vorsitzender der Fachsektion GeoTop in der DGG Akademie der Geowissenschaften zu Hannover, Postfach 11 14, 31519 Neustadt / Hannover mail

  • Dr. Baldur Junker, Fachsektion GeoTop in der DGG Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau im Regierungspräsidium Freiburg, Albertstraße 5, 79104 Freiburg mail

  • Dr. Angelika Hesse, Paläontologische Gesellschaft Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau, Askanische Str. 32, 06842 Dessau mail

Verantwortliche Ansprechpartner in den Bundesländern

    Baden-Württemberg