Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Vermischtes Geoparks Wie für Nachhaltigkeit argumentiert wird: Das Schweizer Ausstellungsprojekt "Macht und Kraft der Bilder"

Wie für Nachhaltigkeit argumentiert wird: Das Schweizer Ausstellungsprojekt "Macht und Kraft der Bilder"

erstellt von Leonards zuletzt verändert: 17.11.2016 13:34 — abgelaufen

"Nachhaltigkeit" ist ein vieldiskutierter Begriff der eine Konkretisierung in der Schweiz u.a. in den UNESCO-Auszeichnungen "Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn" und dem "Biosphärenreservat Entlebuch" findet. Die Bevölkerung stimmten der Vergabe der Auszeichnungen - und damit den Bedingungen einer nachhaltig ausgerichteten Bewirtschaftung der Räume - in Volksabstimmungen zu. Am Geographischen Institut der Universität Zürich wird nun im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Landschaft und Lebensräume der Alpen" erforscht, welche Bilder in der Schweiz die Diskussionen zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung im Alpenraum prägen.

In einem interdisziplinären Projekt entwickeln und konzipieren Mitarbeiter der Universität Zürich und der Universität Basel gemeinsamen die Ausstellung "Macht und Kraft der Bilder" Arbeitstitel). Die grundlegende Forschung findet unter Leitung Prof. Dr. Ulrike Müller-Böker und Dr. Norman Backhaus am Geographischen Institut der Universität Zürich statt, am Institut für Volkskunde / Europäische Ethnologie der Universität Basel wird mit diesen Ergebnissen eine Ausstellung konzipiert und gestaltet.

Die Forschungsgruppe des Geographischen Instituts der Universität Zürich geht im Projekt "The Power of Images" der Frage nach, welche Bilder die Diskussionen zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung im Alpenraum prägen. Als Modellregionen wurden das Biosphärenreservat Entlebuch und das Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn ausgewählt. Das Projekt untersucht, wie die Unesco-Auszeichnungen "Weltnaturerbe" bzw. "Biosphärenreservat" der Bevölkerung vor Ort vermittelt wurden, so dass diese in Volksabstimmungen den Vorhaben zugestimmt hat. Im Vordergrund der Untersuchung steht die visuelle Kommunikation dieser abstrakten Konzepte. Hauptfrage ist: Mit welchen Bildern - auf dem Papier wie in den Köpfen - wurde für die Auszeichnung argumentiert? Die beide Konzepte "Weltnaturerbe" und "Biosphäre" sind eng mit dem Gedanken der nachhaltigen Entwicklung verbunden; die Untersuchung gibt deshalb Aufschluss darüber, wie erfolgreich Nachhaltigkeit kommuniziert wurde.

Ergebnis des Forschungsprojektes ist eine Wanderausstellung, die ab Oktober 2004 zuerst in Schüpfheim, im November 2004 in Brig und im Januar 2005 in Zürich zu sehen sein wird.

Ansprechpartner für das Projekt sind der Züricher Geograf Urs Müller: urs.mueller@geo.unizh.ch, und Dr. Nina Gorgus für die Ausstellung: NinaGorgus@web.de

Weitere Informationen zum UNESCO Weltkulturerbe in der Schweiz finden Sie hier.