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POSEIDON-Logbuch 12. Mai - Ganz schön staubig

erstellt von aahke zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Vom 3. - 19. Mai kreuzt das deutsche Forschungsschiff POSEIDON die Küstengewässer Marokkos und Mauretaniens. Direkt von Bord berichten die Bremer Forscher Jan-Berend Stuut und Inka Meyer.

Forscher-Logbuch 12. Mai 2008

P366-1 RV POSEIDON


Autoren:

Jan-Berend Stuut und Inka Meyer


Jan-Berend Stuut

Inka MeyerDr. Jan-Berend Stuut, Sedimentologe und Geologe am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM der Universität Bremen

TRUST IN DUST - ist das Credo des passionierten Sedimentologen. Sein Forschungsinteresse gilt windgetriebenen Staubpartikeln. Diese bilden, einmal im Meeresboden eingelagert, ein Archiv für die Klimabedingungen der Quellregion

und zum Ablagerungszeitpunkt der Partikel. Der gebürtige Niederländer studierte und promovierte in Mariner Geologie und Sedimentologie an der Universität Utrecht, bevor er vor sechs Jahren nach Bremen wechselte.

Diplom-Geographin Inka Meyer am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM an der Universität Bremen

Inka Meyer ist gebürtige Bremerein und frischgebackene Diplom-Geographin. Ihre Diplomarbeit über paläoklimatische Rekonstruktionen in Südpatagonien hat sie an der Universität Bremen angefertigt. Seit Anfang des Jahres ist sie als Doktorandin in der European graduate school-proxies in earth history - EUROPROX tätig.




Pfingstmontag 12. Mai 2008


Während der Nacht wurde die Arbeit mit dem Sedimentgreifer fortgesetzt. Am frühen morgen kam dann der Multicorer erneut zum Einsatz. Im Laufe des Tages wurde noch an mehreren Stationen mit dem Sedimentgreifer gearbeitet. Danach begann die Fahrt in das Untersuchungsgebiet B: Ein Transit von etwa 160 Seemeilen.

Poseidon 12. Mai: Staubsammler

















Jan-Berend Stuuts Staubsammler in Aktion.......


Heute Morgen haben wir beim Filterwechsel an unseren Staubsammlern (siehe oberes Bild) zum ersten Mal Staub auf den Filtern gefunden, der auf Grund seiner Farbe mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Sahara stammt (siehe Satellitenbild).

Poseidon 12. Mai: Staub auf einem Filter







Staub auf einem Filter, der oben im Staubsammler montiert ist.

Generell sind Staubfahnen, die aus der Sahara in Richtung Atlantik geblasen wurden, gut auf Satellitenbildern zu erkennen (siehe unteres Bild).

Zurück in Bremen werden wir versuchen solche Bilder für den Zeitraum unserer Schiffstour zu finden, um die Herkunft des Staubes auf den Filtern zu bestimmen. Momentan befinden wir uns etwa am Südrand der Sahara.  Somit erwarten wir in den kommenden Tagen noch mehr Staub sammeln zu können, da wir uns dann direkt auf Höhe der Sahara befinden.



Liebe Grüße,

Inka & Jan-Berend


Weitere Informationen:


Wo ist POSEIDON jetzt?

Zur aktuellen Position des Forschungsschiffes hier.


Mehr über den offiziellen Träger der Fahrt EUROPROX:der European graduate school - proxies in
earth history
unter www.europrox.de.


Poseidon 12. Mai: Afrika





























Staubfahnen aus der Sahara wehen vor Nordwest-Afrikas Küstengewässer.(Bild: copyright of NASA website
earthobservatory)