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POSEIDON-Logbuch: 5. Mai - Generalalarm und Wasseranalysen

erstellt von aahke zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Vom 3. - 19. Mai kreuzt das deutsche Forschungsschiff POSEIDON die Küstengewässer Marokkos und Mauretaniens. Direkt von Bord berichten die Bremer Forscher Jan-Berend Stuut und Inka Meyer für planeterde.de: Über ihr vorübergehendes Leben und Arbeiten auf dem schwimmenden Labor.

Forscher-Logbuch 5. Mai 2008

P366-1 RV POSEIDON


Autoren:

Jan-Berend Stuut und Inka Meyer


Jan-Berend Stuut

Inka MeyerDr. Jan-Berend Stuut, Sedimentologe und Geologe am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM der Universität Bremen

TRUST IN DUST - ist das Credo des passionierten Sedimentologen. Sein Forschungsinteresse gilt windgetriebenen Staubpartikeln. Diese bilden, einmal im Meeresboden eingelagert, ein Archiv für die Klimabedingungen der Quellregion

und zum Ablagerungszeitpunkt der Partikel. Der gebürtige Niederländer studierte und promovierte in Mariner Geologie und Sedimentologie an der Universität Utrecht, bevor er vor sechs Jahren nach Bremen wechselte.

Diplom-Geographin Inka Meyer am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM an der Universität Bremen

Inka Meyer ist gebürtige Bremerein und frischgebackene Diplom-Geographin. Ihre Diplomarbeit über paläoklimatische Rekonstruktionen in Südpatagonien hat sie an der Universität Bremen angefertigt. Seit Anfang des Jahres ist sie als Doktorandin in der European graduate school-proxies in earth history - EUROPROX tätig.




Montag 5. Mai 2008

21°06' N  020°12' W


Während des Transits nahm die Mannschaft die Gelegenheit wahr, eine Feuerübung zu machen. Beim Generalalarm müssen alle Mitfahrenden mit Rettungsweste und warmer Kleidung so schnell wie möglich an Deck erscheinen. Zusätzlich wurde die Bergung eines „Verletzten“ aus einem der Labore geübt (siehe Bild).


Poseidon 5. Mai: Verletzter












Unser verletzer Mann wurde erfolgreich aus dem Labor gerettet.

Nach dem Mittagessen erreichten wir dann endlich die erste Station und fingen die eigentlichen Arbeiten an. Zuerst wurden Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefen genommen, an denen direkt Temperatur, Chlorophyllgehalt und die Dichte des Meerwassers bestimmt wurden. Im Labor wird an den einzelnen Proben später zum Beispiel der Salzgehalt, verschiedene Nährstoffe und organische Komponenten gemessen.

An Hand der ermittelten Daten wurden Wasserschichten bestimmt, die anschließend mit Wasserpumpen genauer untersucht wurden (siehe Bild). Im Wasser schwimmende Partikel, wie zum Beispiel Staub aus der Sahara und im Wasser lebende Organismen, sammeln sich in bestimmten Schichten an, die so vor Ort beprobt werden können.


Poseidon 5. Mai: Wasserpumpe












Zwei Seemänner bei der Beprobung mit der Wasserpumpe.


Da solche Untersuchungen viel Zeit in Anspruch nehmen, werden wir wohl voraussichtlich bis Mitternacht weitermachen müssen. Während wir auf Station sind, werden wir oft von Delphinen und Schweinswalen besucht.

Liebe Grüsse,

Inka & Jan-Berend


Weitere Informationen:


Wo ist POSEIDON jetzt?

Zur aktuellen Position des Forschungsschiffes hier.


Mehr über den offiziellen Träger der Fahrt EUROPROX:der European graduate school - proxies in
earth history
unter www.europrox.de.

Poseidon 6. Mai: Karte Arbeitsgebiet






























Karte des Untersuchungsgebietsvor Nordwest Afrika.