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Poseidon-Logbuch: Ein Wort von Fahrtleiterin Sabine Kasten

erstellt von aahke zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Vom 3. - 19. Mai kreuzt das deutsche Forschungsschiff POSEIDON die Küstengewässer Marokkos und Mauretaniens. Heute im Logbuch: Hintergrund und Ziele des Projekts von der Fahrtleiterin der Expedition Frau Dr. Sabine Kasten vom AWI Bremerhaven.

POSEIDON-Logbuch 7. Mai 2008



Autor: Dr. Sabine Kasten,

Geochemikerin am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Im Bauch von JAGO











Im Bauch von JAGO: Sabine Kasten ist für ihre Forschung auch schon bis zum Meeresgrund getaucht.Bild: Schauer


Wer und was ist EUROPROX?

Die drei Fahrtabschnitte P366/1 bis P366/3 (Mai-Juni 2008; Koordination PD Dr. Karin Zonneveld) des Forschungsschiffes FS POSEIDON finden im Rahmen des Internationalen Graduiertenkollegs EUROPROX „Proxies in Earth History“ statt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Nederlands Wetenschappelijk Onderzoek (NWO) finanziert wird. An EUROPROX sind folgende wissenschaftliche Einrichtungen beteiligt: Universität Bremen, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven, Universiteit Utrecht, Vrije Universiteit Amsterdam, Université de Bordeaux, Southampton Oceano¬graphy Centre, Massachusetts Institute of Technology, Universität Vigo (Spanien), University of Newcastle upon Tyne (UK), Université Marie Curie (Paris), Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement (LSCE) in Gif sur Yvette (Frankreich).

"Proxy-Parameter" helfen Umweltveränderungen zu verstehen

Geowissenschaftler dieser Universitäten und Institute untersuchen gemeinsam die Bildung und Erhaltung sogenannter „Proxy-Parameter“. Angesichts des gegenwärtigen Klimawandels hilft uns ein detailliertes Verständnis der Mechanismen und Auswirkungen erdgeschichtlicher Umweltveränderungen auf globaler und regionaler Ebene, die natürliche Variabilität und Anpassung der Systeme bemessen zu können. Ein Großteil des hierzu verfügbaren Wissens beruht auf der Rekonstruktion früherer Ozeanzustände. Während direkte Beobachtungen mittels instrumenteller Messungen nur für die letzten
Jahrzehnte vorliegen, reichen indirekte, so genannte Proxy-Aufzeichnungen abgeleitet von biotischen, chemischen und physischen Komponenten und Eigenschaften mariner Sedimente weit in die geologische Zeit zurück.

Weltweite Forschungsanstrengungen sind darauf ausgerichtet, die Bandbreite und Zuverlässigkeit der Proxy-Methoden zu vergrößern.

Der gegenwärtige erste Fahrtabschnitt findet unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Sabine Kasten vor Nordwest-Afrika (Mauretanien und Marokko) statt.




Mehr Informationen zu Sabine Kasten:

Den Geowissenschaften auf der Spur: Eine Geoforscherin taucht ab