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Informatikerin der Universitaet Erlangen-Nuernberg erhaelt Auszeichnung des Wissenschaftsministeriums

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Welche Verbindung gibt es zwischen dem Verhalten von Ameisen und der Generierung topographischer Karten? Die Antwort gibt die Erlanger Diplominformatikerin Julia Handl in ihrer Diplomarbeit, fuer die sie mit dem mit 2.000 Euro dotierten Preis des Bayerischen Wissenschaftsministeriums ausgezeichnet wird, der fuer hervorragende Diplomarbeiten oder Dissertationen von Studentinnen der Ingenieurwissenschaften vergeben wird. Entstanden ist die Diplomarbeit "Ant-based methods for tasks of clustering and topographic mapping: extensions, analysis and comparison with alternative techniques" bei Prof. Dr. Guenter Goerz vom Lehrstuhl fuer Kuenstliche Intelligenz der Universitaet Erlangen-Nuernberg.

Darin beschaeftigt sich die Diplominformatikerin mit einem heuristischen Verfahren, das vom natuerlichen Verhalten der Ameisen inspiriert ist. Das Verfahren findet in der Cluster-Analyse und bei der zweidimensionalen Visualisierung hochdimensionaler Daten zur Generierung topographischer Karten Anwendung. Dabei hat Frau Handl einen existierenden Algorithmus entscheidend verbessert und zum ersten Mal einer gruendlichen Analyse und einem Vergleich mit einer Reihe von Alternativ-Verfahren unterzogen. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut de Recherches Interdisciplinaires et de Developpements en Intelligence Artificielle (IRIDIA) in Bruessel, das fuehrend in diesem Forschungsbereich ist.

Julia Handl studierte von 1998 bis 2003 Diplominformatik an der Universitaet Erlangen-Nuernberg, an der Monash University in Melbourne in Australien und der Universite Libre de Bruxelles in Belgien. Zusaetzlich absolvierte sie Praktika in der Wirtschaft, und arbeitete wiederholt als Uebungsleiterin am Institut fuer Informatik.

Seit Januar 2004 befindet sie sich am Manchester Interdisciplinary Biocentre in Grossbritannien, wo Sie als Stipendiatin der Gottlieb-Daimler und Karl-Benz Stiftung an Ihrer Doktorarbeit im Bereich Bioinformatik arbeitet. Neben ihrem Diplom in Informatik hat sie einen First Class Honours Degree (Computer Science) der Monash University. Sie graduierte dort als Jahrgangsbeste und erhielt einen Industriepreis fuer Ihre Abschlussarbeit. In Erlangen wurde ihre Diplomarbeit mit dem Diplom-Preis Informatik des ASQF (Arbeitskreis Softwarequalitaet Franken) ausgezeichnet. Aus ihren zwei Abschlussarbeiten entstanden insgesamt drei Veroeffentlichungen auf internationalen Konferenzen.

Der Preis des Bayerischen Wisenschaftsministeriums soll die Anziehungskraft von ingenieurwissenschaftlichen Studiengaengen fuer Studienanfaengerinnen erhoehen und erfolgreiche Vorbilder praesentieren. Die bayerischen Hochschulen haben das Vorschlagsrecht.

Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel verleiht die fuenf mit je 2.000 Euro dotierten Preise am 17. September 2004 in Muenchen.

Pressemitteilung der Friedrich-Alexander-Universitaet Erlangen-Nuernberg, 23.08.2004