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Markt der Geowissenschaften - Markt der Erde

erstellt von Leonards zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

FRANKFURT. Von Montag, dem 5. bis Donnerstag den 8. Juli praesentiert sich der Fachbereich Geowissenschaften und Geographie im Rahmen der 90-Jahrfeier der Universitaet auf dem Boersenplatz in Frankfurt, um seine vielfaeltigen Arbeiten vorzustellen und fuer die Universitaet zu werben.

Koordinator Prof. Wolfgang Franke: "Wir suchen hier den Kontakt mit der breiten Oeffentlichkeit, um uns als multidisziplinaere, zukunftsorientierte, Wissenschaft zu praesentieren. Wir arbeiten nicht nur am Verstaendnis des gesamten Systems Erde, sondern versuchen auch, aus der geologischen Vergangenheit fuer die Zukunft zu lernen."

Auf dem Markt der Geowissenschaften locken die Frankfurter Geowissenschaftler mit Highlights der geowissenschaftlichen Forschung, vermittelt durch Versuchsaufbauten, 'hands-on'-Experimente, spannende Vortraege und Plakate.

Alfred Wegeners Kontinentalverschiebungstheorie, die er 1912 zum ersten Mal in einem Vortrag im Senckenberg-Institut vorstellte, wird von den Frankfurter Geologen und Palaeontologen in aktueller Form dargestellt. Plattenpuzzles zeigen Wegeners beruehmte Pangaea-Konfiguration (vor 280 Mio. Jahren), aber auch das Patchwork der Vereinigten Platten von Europa. Bei einem anderen Projekt koennen die Besucher aktiv in die Erdgeschichte eintauchen, und sich auf die Faszination des Fossiliensuchens einlassen: In einem Stapel des weltbekannten, fossilreichen Posidonienschiefers aus der Schwaebischen Alb kann jeder selbst Fossilien finden - Muscheln, Ammoniten und andere Lebewesen aus der Lebewelt der Jurazeit vor ueber 200 Millionen Jahren.

Bei dem Projekt Stoppuhr der Erdgeschichte geht es um isotopische Altersbestimmungen, die Gesteine mit einer Praezision bis zu +/- 0.2 Prozent datieren koennen. Ein scheinbar endloser Papierstreifen mit einem kleinen Strich fuer jedes Jahr soll vermitteln, wie lang die Zeit ist. Die Geophysik informiert ueber Erdbeben und demonstriert mit dem Glaesernen Seismometer, wie sie registriert werden. Woraus besteht unser Planet? Diese Frage steht im Mittelpunkte der Forschung der Mineralogie. Dieser materialbezogene Zweig der Geowissenschaften zeigt, welche oft unbemerkte Rolle die Mineralogie in unserem Alltag spielt.

Die Geowissenschaftler in Frankfurt beschaeftigen sich jedoch nicht nur mit Prozessen im Erdinneren, auch die Beobachtung der Oberflaechendynamik wird auf dem Markt der Geowissenschaften gezeigt. Wie am Institut fuer Physische Geographie Luftbilder gemacht und ausgewertet werden, zeigt die Ausstellung Aus der Luft geguckt. Luft, genauer gesagt die Atmosphaere, ist der Forschungsgegenstand der Meteorologie. Wissenschaftler werden die Bedeutung der Kohlendioxid-Messung erlaeutern und die Auswirkungen einer erhoehten Emission auf die Klimagestaltung aufzeigen.

Dass der Apfelbaum, wie Pflanzen im Allgemeinen, als Klimafaktor wichtig ist, unterstreicht die Gruppe Umweltforschung durch den Verkauf von Apfelwein. Der Arbeitsalltag von Geowissenschaftlern bei der Feldforschung, z.B. in Afrika, soll durch das Angebot von traditionellen afrikanischen Gerichten erfahrbar gemacht werden. Aber auch die Forschung vor der eigenen Haustuer wird vorgestellt: Was die Umweltforschung fuer die nahe Zukunft bedeutet, warum Bodenanalysen wichtig sind und wie Geowissenschaften der Archaeologie helfen, zeigen die Arbeitsgruppe Umweltforschung sowie die Institute der Physischen Geographie und der Geophysik.

Mit der gesellschaftsrelevanten Rolle der Universitaet in der Region beschaeftigt sich ein Projekt des Instituts fuer Wirtschafts- und Sozialgeographie. Wie wissenschaftliche Informationen einem breiten Publikum zugaenglich gemacht und in den Schulunterricht eingebunden werden koennen, zeigt das Projekt Web-Geo des Instituts fuer Didaktik der Geographie. Auch das traditionsreiche Forschungsinstitut Senckenberg, das eine wichtige Rolle bei der Gruendung der Universitaet gespielt hat, wird auf dem Geomarkt vertreten sein.

Am Sonntag, dem 11. Juli, geht es schliesslich hoch hinaus. Dann ist das Taunusobservatorium im Rahmen eines Tages der offenen Tuer fuer Besucher zugaenglich. An diesem Tag der Offenen Tuer werden die meteorologische und geophysikalische Forschung auf dem Kleinen Feldberg vorgestellt. An dem 1913 gegruendeten Observatorium unterhaelt das Institut fuer Meteorologie und Geophysik gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst und dem Hessischen Landesamt fuer Umwelt und Geologie permanente Stationen zur Wetterbeobachtung und Erdbebenaufzeichnung.

Kontakt: Simon Schneider; Geo-Agentur, Fachbereich Geowissenschaften / Geographie, Universitaet Frankfurt; Tel.: 069 798 23908; E-Mail: Geo-Agentur@uni-frankfurt.de

Prof. Dr. Wolfgang Franke; Institut fuer Geologie / Palaeontologie, Universitaet Frankfurt; Tel.: 069 798 22684; E-Mail: Wolfgang.Franke@geo.uni-giessen.de

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