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Eine Ebene höher
Ceres: Rezept für kraterarme Oberfläche
Der Zwergplanet Ceres fliegt durch den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und sollte deshalb eigentlich übersät sein mit Kratern aller Größen, die von zahllosen Kollisionen in diesem wohl turbulentesten Bereich des Sonnensystems erzählen. Doch die Bilder, die der Dawn-Satellit der NASA seit März 2015 zur Erde funkt, überraschen die Wissenschaftler: Für einen 4,5 Milliarden... Mehr…

Gezeitenbeben an der San-Andreas-Verwerfung
Die San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien ist eine der bekanntesten tektonischen Störungen auf der Erde. Mit großem Aufwand wird sie daher vom Geologischen Dienst der USA USGS beobachtet. In den Aufzeichnungen des Observatoriums Parkfield haben USGS-Seismologen jetzt Schwärme schwacher Beben analysiert, die durch die Anziehungskräfte von Mond und Sonne ausgelöst werden und Informationen... Mehr…

Absacker auf Island
Zwischen August 2014 und Februar 2015 lief im Gletschergebiet des Vatnajökull auf Island der größte Vulkanausbruch Europas seit über 240 Jahren ab. Die Eruption des Bárdarbunga verlief sehr ruhig und gehört zu den am besten beobachteten Vulkanausbrüchen der Welt. In der aktuellen „Science“ berichtet ein internationales Wissenschaftler-Team über den langsamen Kollaps der... Mehr…

Blick in die Zukunft des Permafrosts
Die Permafrostgebiete der Erde sind die große Unbekannte im Klimasystem. Knapp ein Viertel der Landmasse auf der Nordhalbkugel ist dauerhaft gefroren, das Eis reicht stellenweise bis in 1500 Meter Tiefe und verhindert, dass Mikroben die im Erdreich gespeicherte Biomasse zersetzen und ihren Kohlenstoffanteil als CO2 oder Methan in die Atmosphäre leiten. Die Frage ist: Was passiert,... Mehr…

Magnetfeldumschlag in einem „Augenblick“
Gewöhnlich rechnen Geowissenschaftler in gewaltigen Zeiträumen, Jahrmillionen werden da schnell zu einem Wimpernschlag. Hin und wieder aber hat es selbst die Erde eilig. Auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union berichtete ein italienischer Geologe von einem solchen Blitzereignis. Die jüngste Umpolung des Erdmagnetfeldes hat italienischen Seesedimenten zufolge... Mehr…

Vulkan recycelt Eruptionsgestein
Der Ballungsraum Neapel ist mit mehr als drei Millionen Einwohnern die am dichtesten besiedelte Vulkanregion der Erde. Es ist weniger der bedrohlich aufragende Vesuv, der den Experten Sorgen macht, sondern vielmehr die benachbarten Phlegräischen Felder, Europas einziger Supervulkan. Auf dem Symposium der Tiefbohrprogramme in Heidelberg und der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen... Mehr…

Klimafaktor Permafrost
In Potsdam kamen in dieser Woche rund 700 Permafrost-Experten zum größten Treffen der Zunft zusammen, das alle vier Jahre stattfindet. Heißeste Frage war die nach der Rolle der tauenden Kaltgebiete im Klimasystem - ein Thema, das die Experten bereits seit vielen Jahren umtreibt. Eine eindeutige Antwort lässt weiterhin auf sich warten, allerdings gewinnt das Bild an Kontur und Komplexität.... Mehr…

Basis für Rekordschmelze des Meereises ist gelegt
Am Nordpol könnte wieder ein Rekordsommer bevorstehen. Daten des ESA-Eisbeobachtungssatelliten Cryosat bis einschließlich Ende Mai zeigen, dass die Eisfläche auf dem Arktischen Ozean in diesem Jahr so klein ist wie noch bei keinem Winterende seit Beginn der Satellitenmessungen. Und da das Eis auch dünner als normal ist, kann es zum großen Tauen auf dem Nordpolarmeer kommen. Mehr…

Abgas zu Kalkstein
Bei der Verringerung der Kohlendioxidemissionen spielen Speichertechnologien eine Rolle. Solange die Menschheit nicht auf fossile Kraftwerke zur Energieerzeugung verzichten kann, würde die Speicherung des Abgases unter Tage dazu beitragen, dass sich die Atmosphäre nicht weiter aufheizt. Gegen solche CCS-Technologien regt sich allerdings Widerstand, weil bezweifelt wird, dass sich... Mehr…

Hobbits mit langem Stammbaum
2003 wurden auf der indonesischen Insel Flores menschliche Überreste gefunden. Inzwischen gehen Paläoanthropologen weitgehend übereinstimmend davon aus, dass es sich bei der Entdeckung um eine neue Menschenart handelt, die neben uns heutigen und den Neandertalern dritte, die bis ins Pleistozän überlebte. Wie dieser „Hobbit“ auf die Insel gelangte und wie er im Stammbaum des... Mehr…

Klimaarchiv mit Tücken
Die Eiskappen der Erde gelten als gute Klimaarchive, die im Norden bis über den Beginn der letzten Kaltzeit vor 115.000 Jahren zurückreichen und in der Antarktis sogar eine Million Jahre mit mehr als neun Kaltzeiten abdecken. Tiefbohrkampagnen sind allerdings teuer, insbesondere solche, die sich auf den entlegenen Eisschilden bis zu viertausend Meter tief durch die Gletscher bohren.... Mehr…

Reis und Mungobohnen im Gepäck
Ein internationales Archäologenteam hat die ersten archäologischen Beweise für die Kolonisierung Madagaskars durch Menschen aus Südostasien gefunden. Danach hat es seit dem 8. Jahrhundert nach Christus Siedlungsbewegungen über den Indischen Ozean hinweg bis vor die afrikanische Küste gegeben. Ihre Befunde veröffentlichen die Wissenschaftler in den Abhandlungen der US-Akademie... Mehr…

Aufregendes aus einer „langweiligen“ Epoche
Im paläontologischen Spiegel ziehen sich die eine Milliarde Jahre vor der kambrischen Artenexplosion wie Kaugummi. Glaubt man der Überlieferung, so hat sich in der Zeitspanne von vor 1600 bis vor 600 Millionen Jahren kaum etwas entwickelt. Die Epoche wird daher auch die „Langweilige Milliarde“ genannt. Chinesische und amerikanische Wissenschaftler stellen jetzt allerdings in... Mehr…

Völkerwanderungen im steinzeitlichen Europa
Das eiszeitliche Europa hat eine wesentlich bewegtere Geschichte, als die spärliche archäologische Überlieferung und punktuelle genetische Untersuchungen bislang vermuten ließen. Eine Arbeitsgruppe aus Forschern der Max-Planck-Institute in Jena und Leipzig und der Universität Harvard in den USA hat jetzt aus den Genomen von 51 steinzeitlichen Menschen den Stammbaum der heutigen... Mehr…

Spurensuche im Kraterboden
Ein Asteroideneinschlag auf der Halbinsel Yucatán soll vor 65 Millionen Jahren das Weltklima derart einschneidend verändert haben, dass die Herrschaft der Dinosaurier abrupt beendet wurde. Diese These sorgt seit den 1970er Jahren für heftige Diskussionen in der Fachwelt. Eine vom europäischen ECORD-Konsortium organisierte Expedition des Internationalen Meerestiefbohrprogramms arbeitet... Mehr…

Leben unter extremen Bedingungen
2500 Meter unterhalb des Meeresbodens erbohrte das japanische Bohrschiff Chikyu im Sommer 2012 die Reste eines ehemaligen Waldbodens. In ihm leben immer noch Mikroben, Nachfahren der damaligen Waldbodenbewohner. Es ist allerdings nicht unbedingt die beste Umgebung, in der sie existieren müssen. Auf dem Tiefbohrsymposium in Heidelberg stellten zwei Wissenschaftler ihre jüngsten Erkenntnisse... Mehr…

Temperatursturz nach Vulkanausbrüchen
Eine Klimaanomalie hat in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts viele Zivilisationen auf der Nordhalbkugel in Krisen gestürzt. Seit einiger Zeit wurde bereits vermutet, dass Vulkane Schwefelaerosole ausgestoßen haben und damit für die simultanen Schwierigkeiten der Maya, in Skandinavien und China und im Oströmischen Reich verantwortlich sein könnten. Im vergangenen Jahr entdeckten... Mehr…

Risikofaktor Natur im Wandel
Allem technischen Fortschritt zum Trotz bleibt die Menschheit den Naturgewalten weiterhin ausgesetzt. Auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union (EGU) in Wien zeigten Wissenschaftler, dass Opferzahlen und materielle Schäden zwar leicht abnehmen. Gleichzeitig, so ihre Warnung, ändere sich jedoch die Risikostruktur: Stürme und ihre Begleiterscheinungen haben... Mehr…

Wirklich steinalte Kunst
Die südfranzösische Chauvet-Höhle im Tal der Ardèche ist die älteste Bildergalerie der Welt. Altsteinzeitliche Künstler haben hier 447 Tierzeichnungen auf den Wänden der Kalksteinhöhle angebracht – und mit ihnen mehr als 16 pleistozäne Tierarten buchstäblich verewigt. Ein aufwendiges Datierungsprojekt hat die Zeichnungen und weitere Spuren menschlicher Nutzung jetzt auf... Mehr…

Klima lässt die Pole wandern
Mit 1700 Kilometern pro Stunde rotiert die Erde um ihre eigene Achse, eine Runde in fast 24 Stunden. Doch diese Achse ist alles andere als feststehend. Mit rund zehn Zentimeter pro Jahr wandert sie, seit im Jahr 1899 die astronomische Bestimmung der geographischen Pole begonnen wurde. Zwei US-Geodäten von der NASA haben jetzt in "Science Advances" Belege für die Ursache dieser Polwanderung... Mehr…

Schlüsselfaktor Landwirtschaft
Von allen bewohnbaren Kontinenten der Erde besiedelte der Mensch Südamerika zuletzt. Über die Landbrücke Beringia zwischen Sibirien und Alaska sind die Vorfahren der indianischen Ureinwohner irgendwann im Zeitraum von vor 30.000 bis vor 15.000 Jahren in kleinen Gruppen auf den amerikanischen Doppelkontinent eingewandert. Biologinnen der Stanford University in Kalifornien haben jetzt... Mehr…

Ein paar Prozent entscheiden
Vor der Ostküste Japans trifft die ozeanische Kruste des Pazifik auf die Ausläufer der eurasischen Landmasse - Spannungen und Beben sind da vorprogrammiert. Weil die drittgrößte Wirtschaftsnation direkt an diesem tektonischen Brennpunkt liegt und einen Großteil ihres Wohlstandes nur wenige Kilometer von der erdbebenträchtigen Zone entfernt erwirtschaftet, gehört Nippons Regierung... Mehr…

Rapide gealtert
Rund einen Meter groß, mit außergewöhnlich langen Armen und einem Gehirn wie ein Schimpanse ausgestattet - so war Homo floresiensis, eines der ungewöhnlichsten Mitglieder der menschlichen Gattung. Entdeckt wurde das Fossil 2003 bei Ausgrabungen in einer Kalksteinhöhle der indonesischen Insel Flores. Radiokarbondatierungen der auf gleicher Höhe liegenden Holzkohlen ergaben ein... Mehr…

Verräterisches Farbenspiel
Das Meer hat viele Farben, und nur selten leuchtet es in dem Azurblau, aus dem die Touristenträume sind. Satelliten messen inzwischen flächendeckend die Färbung der Meeresoberfläche und US-Wissenschaftler haben auf der Meerestagung der US-amerikanischen Geophysikalischen Union in New Orleans erste Details vorgestellt, wie man die Farbenspiele der Weltmeere in Erdsystemmodelle überführen... Mehr…

Karte der sensiblen Ökosysteme
Die Ökosysteme der Welt sind alle den Veränderungen ausgesetzt, die das sich aufheizende Klima der Erde mit sich bringt. Doch manche reagieren viel empfindlicher als andere, und bei diesen empfindlichen Systemen spielen gerade Wetterextreme eine große Rolle. Britische Forscher haben daher auf Monatsbasis die Wetterdaten aus 14 Jahren Erdbeobachtung mit den Nasa-Satelliten Aqua und... Mehr…