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Eine Ebene höher
Überraschungen aus Kometenkörnchen
Anfang 2006 landete ein Behälter in der Wüste von Utah. Er enthielt Partikel des Kometen "Wild 2", die die US-Sonde "Stardust" zwei Jahre zuvor eingesammelt hatte. Es sind die ersten, die Menschen je in die Finger bekamen, und sie haben bereits nach vorläufigen Analysen erhebliche Folgen für unser Bild von der Entstehung des Sonnensystems. Auf der Herbsttagung der Amerikanischen... Mehr…

Nordpol unter stärkerer Beobachtung
Die beiden Polgebiete der Erde gehören zu den entlegensten Arealen des Planeten. Dennoch haben sie eine Schlüsselrolle im Klimasystem inne. Ohne detaillierte Kenntnisse über die Vorgänge an Nord- und Südpol können Prognosen über die Klimaentwicklung deshalb gehörig daneben liegen. Allerdings sind die Datensammlungen über beide Gebiete längst nicht so umfangreich sonst auf... Mehr…

Keine Chance für Marsmännchen
Von allen uns bekannten Planeten ist der Mars der Erde am ähnlichsten. Seine Atmosphäre ist zwar ausgesprochen dünn, doch was von ihr noch übrig ist, hat Ähnlichkeiten mit der frühen Erdatmosphäre. Heute gibt es an seiner Oberfläche kein flüssiges Wasser mehr, aber früher könnte es durchaus einmal so gewesen sein. Anzeichen dafür sind vorhanden. Daher rechneten sich Forscher... Mehr…

Leidenschaft für die Entwicklung des Menschen
Unser Wissen von Ursprung und Entwicklung des Menschen hat in den vergangenen 50 Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. Nur wenige Wissenschaftler haben das Fach so geprägt wie Yves Coppens, Paläoanthropologe am Collège de France. Zu seinen Entdeckungen zählt die berühmte "Lucy", das Fossil eines drei Millionen Jahre alten Australopithecus afarensis. Auch an der Beschreibung von... Mehr…

Genetik der Steinzeitmenschen
Von der Erbgutanalyse versprechen sich die Biologen ungeahnte Einblicke in die Entstehung und Funktionsweise der Lebewesen, den Menschen eingeschlossen. Bislang klappte die Entschlüsselung aber nur für lebende Organismen, da sich die empfindlichen Erbmoleküle schnell zersetzen. Mit immer besseren Methoden und Maschinen können die Genetiker sich jetzt allerdings auch ausgestorbene... Mehr…

Der Sahel wird grüner
Der Sahel ist der Inbegriff von Dürre, Hunger und Not. Dieses Bild wurde vor allem von den großen Trockenperioden in den 70er und 80er Jahren geprägt, in denen Hunderttausende verhungerten. Auch auf der Klimafolgenkonferenz COP-12, die jetzt in Nairobi beginnt, wird hauptsächlich von der katastrophalen Situation im Sahel die Rede sein. Doch Teile der Region südlich der Sahara... Mehr…

Goldlagerstätten im Handumdrehen
Die Lihir Inseln sind fünf kleine Vulkaninseln vor der Küste von Neu-Irland im Nordosten Papua Neu-Guineas. Mit ihren steilen, dichtbewaldeten Hängen, tropischen Stränden und vorgelagerten Korallenriffen entsprechen sie auf den ersten Blick genau dem Ideal vom Südseeparadies. Doch die Hauptinsel Niolam besitzt noch einen weiteren Schatz. In dem zusammengebrochenen Krater des Inselvulkans,... Mehr…

Im Doppelpack: Erde und Leben
Die Erde ist einzigartig: Bislang kennen wir noch keinen anderen Planeten - weder in unserem eigenen Sonnensystem noch unter den bislang bekannten mehr als 200 extrasolaren Planeten - auf dem sich Leben entwickelt hat. Zwar gibt es im Weltall Unmengen an organischen Molekülen bis hin zu Aminosäuren. Doch dass der Schritt gemacht worden ist von diesen Bausteinen hin zu einem noch... Mehr…

Europas schärfstes Wetterauge
Eine akkurate Wettervorhersage gehört heute zu den Standardinformationen, die man von den abendlichen Nachrichtensendungen erwartet. Schließlich will man wissen, ob die morgige Grillparty tatsächlich auch draußen stattfinden kann. Allerdings werden auch Unwetterwarnungen immer wichtiger, und diese beruhen auf möglichst detaillierten Wetterdaten. Satelliten sind für solche Prognosen... Mehr…

Forscher wollen hoch hinaus
Zwei Institute der Max-Planck-Gesellschaft haben mit einem sibirischen Partnerinstitut einen 300 Meter hohen Atmosphären-Beobachtungsturm errichtet - mitten im Nirgendwo, 500 Kilometer von der Großstadt Krasnojarsk entfernt. Der Turm soll dringend benötigte Daten über die Treibhausgaskonzentrationen über der sibirischen Taiga liefern. Mehr…

Virtuelle Fossilien in Aktion
Paläontologen ziehen ihre Informationen über die Tierwelt der Vergangenheit hauptsächlich aus den erhaltenen Knochen. Mit den Simulationsfähigkeiten moderner Computer können sie dabei ganz neue Einsichten in die Funktionsweise der Skelette gewinnen. Das Europäische Virtuelle Anthropologie-Netzwerk EVAN will eine Datenbank aufbauen, die dreidimensionalen Abbildern von Menschenfossilien... Mehr…

Baby aus der Vorzeit
In der an Fossilien von Vormenschen reichen Afar-Region in Äthiopien haben Forscher des Dikiki-Projektes ein weiteres Aufsehen erregendes Skelett gefunden: Die nahezu vollständig erhaltenen Überreste eines wahrscheinlich dreijährigen Australopithecus afarensis. Damit kann man die Individualentwicklung dieser Vormenschenart besser beurteilen, und ihre Rolle beim Übergang von den... Mehr…

Heftig diskutierte Verwandtschaft
Europa vor rund 30.000 Jahren war Schauplatz eines prähistorischen Dramas. Der Neandertaler, eine Spielart des Menschen, die sich auf dem von Eiszeiten geprägten Kontinent entwickelt und ihn Jahrzehntausende bewohnt hatte, zog sich immer weiter nach Südwesten zurück, während von Osten der moderne Mensch einwanderte. Was mit den Neandertalern geschah, weiß man nicht, fest steht... Mehr…

Verkannter Klimafaktor mit Einfluß
Wenn es um den Klimawandel geht, gehört der durch die globale Temperaturerhöhung tauende Permafrost zu den großen Unbekannten. Der Grund: In ihm sind Unmengen Methan gespeichert, und Methan ist ein sehr wirkungsvolles Treibhausgas, wenn es in die Luft kommt. Nun ist es Wissenschaftern gelungen abzuschätzen, welche Rolle eine tauende Landschaft spielen wird. Genauer: Es geht um... Mehr…

Feuerzwerge statt Feuerberge
Nicht nur Meeresbiologen entdecken am Ozeangrund immer wieder Unerwartetes, auch für Geologen ist die Tiefsee eine unbekannte Welt. Vor der japanischen Küste haben sie nun eine neue Art von Vulkanen entdeckt, die sie "Petit Spots" - kleine Flecken - nennen. Die Vulkane, die die Geologen so überraschten, sind mickrig, vielleicht 50 Meter hoch. Eine ganze Schar von ihnen sitzt auf... Mehr…

Heizung aus der Tiefe
Island ist das Dorado der Geothermie, weil die Energie aus dem Erdinneren die Geysire brodeln und die Thermalquellen dampfen lässt. In Deutschland ist das Potential dieser "sauberen" und fast unerschöpflichen Energiequelle zwar längst nicht so groß wie auf der Vulkaninsel, aber sie könnte sich doch als eine gute Ergänzung zu den herkömmlichen Energieträgern entwickeln. Mehr…

Höllenfeuer unter der Strasse
Der älteste Flözbrand auf der Welt schwelt im Burning Mountain nördlich von Sydney schon seit mindestens 15.000 Jahren vor sich hin. Flöze brennen überall auf der Welt: in Südafrika, in Indien, in den USA - aber in China ist die Situation besonders schwierig, weil die Steinkohlenflöze sehr oft bis an die Oberfläche reichen. Auch in China gab es schon vor Jahrmillionen natürliche... Mehr…

Wenn die Meere sauer werden
Heute befindet sich rund ein Drittel mehr Kohlendioxid in der Luft als noch vor 100 Jahren. Das wird nicht ohne Folgen bleiben, und die Szenarien vom Treibhaus Erde mit Dürren, heftigen Stürmen und Meeresspiegelanstieg klingen schon vertraut. Aber der Klimawandel wird nicht die einzige Konsequenz sein: Das Kohlendioxid reichert sich nicht nur in der Luft an, sondern auch die Ozeane... Mehr…

Freund und Feind zugleich
Auf der Nordhalbkugel ist Waldbrandsaison. In Spanien und Portugal, in Kalifornien oder auch auf den britischen Inseln, die seit Jahren unter einer ungewöhnlichen Trockenheit leiden, brennt es mehr oder weniger heftig. Den dramatischen Bildern zum Trotz ist das Feuer Bestandteil der Ökosysteme rundum die Welt - und in vielen sogar unverzichtbar. Mehr…

Runderneuerung für einen Planeten
Seit wann verfügt die Erde über die Plattentektonik? Das ist keine akademische Frage nur für die Geowissenschaftler, sondern eine ganz zentrale. Denn die Plattentektonik schiebt die Kontinente über die Oberfläche und verändert so das Gesicht unseres Planeten permanent. Sie führt gleichzeitig überaus effizient Wärme aus dem Erdinneren ab und versorgt die Atmosphäre mit dem... Mehr…

Wachstumsregion Alpen
Geologen haben einen Forschungsgegenstand, der ihrem direkten Zugriff weitgehend verschlossen ist. Viel mehr als ein bisschen an der Oberfläche kratzen können sie nicht, also müssen sie auf raffinierte technische Hilfsmittel zurückgreifen. So rekonstruiert die Thermochronologie mit Hilfe von Veränderungen in der Kristallstruktur von Mineralen die Entwicklung von Gebirgen. An der... Mehr…

Umstrittener Sturz in die Vereisung
Dreimal soll sich die Erde komplett in einen Schneeball verwandelt haben: vor 2,3 Milliarden Jahren, vor 730 und dann noch einmal vor 650 Millionen Jahren. Hunderte von Metern hoch soll sich damals das Eis an den Polen getürmt haben, selbst der Äquator war eisbedeckt - eine solche Idee fasziniert Wissenschaft wie Öffentlichkeit. Doch unumstritten ist sie nicht. Auf einem Workshop... Mehr…

Klimawandel mit historischer Rolle
Klima und Umwelt werden in der Geschichtsschreibung in der Regel nur als Kulisse für das menschliche Treiben wahrgenommen. In jüngster Zeit setzt sich jedoch die Einsicht durch, dass sie wichtige Rollen spielen. In Gebieten, die sehr empfindlich auf klimatische Änderungen reagieren, kann daraus schon einmal eine Hauptrolle werden. Die Ostsahara ist so ein Gebiet, und deutsche Forscher... Mehr…

Gipfel in Grau
Der Klimawandel macht sich auch in den Alpen bemerkbar. Züricher Glaziologen haben modelliert, dass bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich 80 Prozent der Alpengletscher verschwunden sein werden, möglicherweise sogar alle. Die Berge werden durch den Schwund von Eis und Frost instabil, Felsstürze dadurch wahrscheinlicher. Mehr…

Unbekannte Ballungszentren
Die Meere sind der gewaltigste Lebensraum der Erde - und wir Menschen kennen sie weniger gut als Mond oder Mars. Geradezu als Ballungsräume unter Wasser können die ozeanischen Rücken bezeichnet werden, die sich durch alle Weltmeere ziehen. Auf dem Euroscience Open Forum, das gerade in München stattfindet, widmet sich ein ganzes Seminar den ozeanischen Rücken. Mehr…