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Eine Ebene höher
Risikofaktor Natur im Wandel
Allem technischen Fortschritt zum Trotz bleibt die Menschheit den Naturgewalten weiterhin ausgesetzt. Auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union (EGU) in Wien zeigten Wissenschaftler, dass Opferzahlen und materielle Schäden zwar leicht abnehmen. Gleichzeitig, so ihre Warnung, ändere sich jedoch die Risikostruktur: Stürme und ihre Begleiterscheinungen haben... Mehr…

Wirklich steinalte Kunst
Die südfranzösische Chauvet-Höhle im Tal der Ardèche ist die älteste Bildergalerie der Welt. Altsteinzeitliche Künstler haben hier 447 Tierzeichnungen auf den Wänden der Kalksteinhöhle angebracht – und mit ihnen mehr als 16 pleistozäne Tierarten buchstäblich verewigt. Ein aufwendiges Datierungsprojekt hat die Zeichnungen und weitere Spuren menschlicher Nutzung jetzt auf... Mehr…

Klima lässt die Pole wandern
Mit 1700 Kilometern pro Stunde rotiert die Erde um ihre eigene Achse, eine Runde in fast 24 Stunden. Doch diese Achse ist alles andere als feststehend. Mit rund zehn Zentimeter pro Jahr wandert sie, seit im Jahr 1899 die astronomische Bestimmung der geographischen Pole begonnen wurde. Zwei US-Geodäten von der NASA haben jetzt in "Science Advances" Belege für die Ursache dieser Polwanderung... Mehr…

Schlüsselfaktor Landwirtschaft
Von allen bewohnbaren Kontinenten der Erde besiedelte der Mensch Südamerika zuletzt. Über die Landbrücke Beringia zwischen Sibirien und Alaska sind die Vorfahren der indianischen Ureinwohner irgendwann im Zeitraum von vor 30.000 bis vor 15.000 Jahren in kleinen Gruppen auf den amerikanischen Doppelkontinent eingewandert. Biologinnen der Stanford University in Kalifornien haben jetzt... Mehr…

Ein paar Prozent entscheiden
Vor der Ostküste Japans trifft die ozeanische Kruste des Pazifik auf die Ausläufer der eurasischen Landmasse - Spannungen und Beben sind da vorprogrammiert. Weil die drittgrößte Wirtschaftsnation direkt an diesem tektonischen Brennpunkt liegt und einen Großteil ihres Wohlstandes nur wenige Kilometer von der erdbebenträchtigen Zone entfernt erwirtschaftet, gehört Nippons Regierung... Mehr…

Rapide gealtert
Rund einen Meter groß, mit außergewöhnlich langen Armen und einem Gehirn wie ein Schimpanse ausgestattet - so war Homo floresiensis, eines der ungewöhnlichsten Mitglieder der menschlichen Gattung. Entdeckt wurde das Fossil 2003 bei Ausgrabungen in einer Kalksteinhöhle der indonesischen Insel Flores. Radiokarbondatierungen der auf gleicher Höhe liegenden Holzkohlen ergaben ein... Mehr…

Verräterisches Farbenspiel
Das Meer hat viele Farben, und nur selten leuchtet es in dem Azurblau, aus dem die Touristenträume sind. Satelliten messen inzwischen flächendeckend die Färbung der Meeresoberfläche und US-Wissenschaftler haben auf der Meerestagung der US-amerikanischen Geophysikalischen Union in New Orleans erste Details vorgestellt, wie man die Farbenspiele der Weltmeere in Erdsystemmodelle überführen... Mehr…

Karte der sensiblen Ökosysteme
Die Ökosysteme der Welt sind alle den Veränderungen ausgesetzt, die das sich aufheizende Klima der Erde mit sich bringt. Doch manche reagieren viel empfindlicher als andere, und bei diesen empfindlichen Systemen spielen gerade Wetterextreme eine große Rolle. Britische Forscher haben daher auf Monatsbasis die Wetterdaten aus 14 Jahren Erdbeobachtung mit den Nasa-Satelliten Aqua und... Mehr…

Reiches Bakterienleben im nährstoffarmen See
Die Tropen sind für den Aufbau von lang zurückreichenden Klimaarchiven keine gut geeignete Klimazone. Eine der seltenen Gelegenheiten bietet der Towuti-See auf der indonesischen Insel Sulawesi. Ein aufwendiges Projekt des Internationalen Kontinentalen Tiefbohrprogramms ICDP hat im Sommer 2015 Bohrkerne aus den Sedimenten des abgelegenen Sees geborgen. Auf dem Tiefbohr-Symposium in... Mehr…

Dramatischer Wandel im ewigen Eis
Die tief vereiste Antarktis am Südpol scheint gerade in ihrem östlichen Teil dem Klimawandel zu trotzen. Die Eispanzer der Ostantarktis nehmen sogar zu, die Schelfeisgürtel vor ihren Küsten zeigen sich zumindest oberflächlich widerstandsfähig gegen langsam wärmer werdendes Ozeanwasser. US-Paläontologen haben jetzt mithilfe von Robbenmumien aus dem Transantarktischen Gebirge... Mehr…

Beobachtungsnetzwerk bekommt Lücken
Die Weltmeere gehören zu den wichtigsten Faktoren im Erdsystem, und seit 15 Jahren bekommen die Geowissenschaftler endlich umfassend und regelmäßig Daten aus nahezu allen Ecken der Ozeane. So lange driften inzwischen die Bojen des Argo-Systems mit den Strömungen um die Welt und liefern Informationen über Temperatur und Salzgehalt. Seit gut sechs Jahren werden ihre Daten überdies... Mehr…

Undicht seit mehr als einem Vierteljahrhundert
Im britischen Sektor der Nordsee strömt seit bald 26 Jahren Methan aus einem Bohrloch, an dem eine Explorationsbohrung außer Kontrolle geraten war. Der Blow-out war so heftig, dass man damals erst gar nicht versuchte, die Bohrung wieder zu verschließen. Jetzt haben Forscher die menschengemachte Methanquelle in einem groß angelegten internationalen Forschungsprojekt umfassend untersucht. ... Mehr…

Ozondelle über der Arktis
In der Stratosphäre über der Arktis bahnen sich spannende Wochen an. Normalerweise gibt es auf der Nordhemisphäre keine Probleme mit der vor UV-Strahlung schützenden Ozonschicht, weil sich hier im Gegensatz zur Antarktis die Bedingungen für einen drastischen Abbau kaum einstellen. Doch in diesem Winter scheint in der Stratosphäre die seltene Konstellation aus tiefen Temperaturen... Mehr…

Bodenverschlechterung kostet 300 Milliarden im Jahr
Schleichend und oft unbeachtet untergraben Bodenerosion und Bodenverschlechterung die Lebensgrundlagen der Menschheit. Das gilt nicht nur für die Trockengebiete Afrikas, Australiens und Asiens, sondern auch für die scheinbar endlosen Graslandschaften auf dem amerikanischen Doppelkontinent, die enorm fruchtbaren Lössplateaus in China oder die Ackerflächen Europas. Eine Studie, die... Mehr…

Hobbit bekommt Nachbarn
Australische Forscher haben auf der indonesischen Insel Sulawesi eindeutig menschliche Steinwerkzeuge gefunden und auf ein Alter von mindestens 118.000 Jahre datiert, in "Nature" berichteten sie jetzt darüber. Mit den Funden ist die Anwesenheit von Frühmenschen auf einer zweiten Insel in der Wallacea genannten biogeographischen Zone nachgewiesen, die Südostasien im Norden und Australien... Mehr…

Bohrung ins Mantelgestein geglückt
47 Tage auf See hat im vergangenen Herbst ein aus Geologen, Mikrobiologen und Ingenieuren gemischtes Forscherteam verbracht, um aus dem Atlantis-Massiv im Atlantik Bohrkerne zu gewinnen. Trotz widrigen Wetters und großer technischer Herausforderungen kam die Gruppe mit reicher Kernbeute wieder zurück. Am Bremer MARUM traf sich in den vergangenen 14 Tagen das gesamte Team, um die... Mehr…

Unbekannte Sprudler
Britische Forscher haben eine bisher unbekannte Art von Tiefsee-Hydrothermalquellen entdeckt, deren Fluide vor allem mit Talk beladen sind, einem Mineral aus Magnesium und Silikat, das der Hauptbestandteil von Speckstein ist. Das so genannte Van-Damm-Hydrothermalfeld befindet sich südlich der Cayman-Inseln in der Karibik in 2300 Metern Tiefe an einer so genannten ultralangsamen Spreizungszone.... Mehr…

Längere Tage durch Klimawandel
Unsere Tage werden durch die Geschwindigkeit bestimmt, mit der sich die Erde um ihre eigene Achse dreht. So dauert es derzeit exakt 23 Stunden, 56 Minuten und vier Sekunden, bis die Erde eine solche Rotation vollendet hat. Diese Geschwindigkeit ist allerdings variabel und wird von Masseverlagerungen an der Planetenoberfläche beeinflusst. Ein Team von US-amerikanischen und kanadischen... Mehr…

Jagdglück am Polarkreis
Die anatomisch modernen Menschen waren offenbar schon während der jüngsten Eiszeit im Polarkreis heimisch. Das legt jedenfalls der Fund einer Mammutmumie nahe, über den russische Archäologen in der aktuellen "Science" berichten. Damit würde die Besiedlungsgeschichte der Arktis mindestens 10.000 Jahre früher beginnen als bislang gedacht. Mehr…

Bakterium aus der Kupferzeit
Vor 25 Jahren entdeckten deutsche Wanderer im Südtiroler Schnalstal die Leiche eines rund 5300 Jahre alten Mannes. Die Mumie wurde schnell Ötzi getauft und in ein eigens gegründetes Speziallabor in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen überführt. Dort dauern die Untersuchungen an der Leiche aus der Kupferzeit weiterhin an und produzieren regelmäßig überraschende Erkenntnisse.... Mehr…

Menschlicher Einfluss blieb begrenzt
Das Amazonasgebiet ist mit mehr als 5,5 Millionen Quadratkilometern Fläche das größte Urwaldgebiet der Erde. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gerät der Regenwald zunehmend unter menschlichen Druck. Ökologische Untersuchungen haben jetzt gezeigt, dass sich das Ökosystem keinesfalls leicht von diesen Eingriffen erholen wird. Die südamerikanischen Ureinwohner des Amazonas haben... Mehr…

Wetterlage führte zu Rekordozonloch
Seit Ende der 70er Jahre taucht das Ozonloch über der Antarktis zuverlässig im Frühjahr der Südhalbkugel auf. In diesem Jahr war es rekordverdächtig, was Ausdehnung, Stärke des Ozonabbaus und Ausdauer angeht. Der Grund liegt nicht im Misserfolg des FCKW-Kontrollabkommens, sondern in ungünstiger Wetterlage. In diesem Jahr war es wieder soweit. Am 13. September maß die meteorologische... Mehr…

Trotz allem glimpflich davongekommen
Nepal kämpft immer noch mit den Folgen des schweren Erdbebens vom 25. April 2015. Ein Dreiviertel Jahr nach der Katastrophe hat der Wiederaufbau in dem armen Himalajastaat immer noch nicht wirklich begonnen. Die vier Milliarden Dollar internationale Aufbauhilfe sind weiterhin unangetastet. Dabei ist das Land noch glimpflich davon gekommen. Auf der Herbsttagung der Amerikanischen Geophysikalischen... Mehr…

Nicht für den Privatgebrauch
Das Wetter ist ein ausgesprochen komplexes System, das sich selbst mit den leistungsstärksten Computern nur für wenige Tage vorhersagen lässt. Dennoch forschen die Wetterdienste an Möglichkeiten, Prognosen für längere Zeiträume aufzustellen. Das britische Met Office gehört zu den führenden Institutionen auf diesem Gebiet und wagt eine Abschätzung des kommenden Winters. Mehr…

Am Rand der Überlastung
Die Menschheit verbraucht offenbar wesentlich mehr Süßwasser als man bisher annahm. Eine Bestandsaufnahme von Wissenschaftlern der Universität Stockholm in 100 großen Flusssystemen weltweit hat ergeben, dass die sogenannte Evapotranspiration, also der Wasserverlust durch Verdunstung und Blattatmung der Pflanzen, um gut 80 Prozent höher ist als gedacht. Dadurch wird der menschliche... Mehr…